About

“Let’s Get It On” is a deceptively simple declaration of sex-positivity, released at a time when such statements were revolutionary. It is even more impressive when one considers that it was created by a man awakening from the trauma of growing up constantly physically and emotionally abused by a preacher father who conditioned his children to regard sex as shameful. That father, Marvin Gaye Sr., would infamously murder his son in 1984.

The song celebrates a turning point for the younger Marvin, who first learned to play music in the church and at one point endeavored to follow in his father’s footsteps as a minister.

In “Let’s Get It On,” Marvin is still making spiritual music, but this time to elevate the act of physical love and exalt it as an expression of a living person’s potential on Earth.

In the Chorus it’s Sugar right after the 3rd “Let’s get it on”

Marvin Gaye: Der tragische Tod der Soul-Legende

Mit bürgerlichem Namen hieß er Marvin Pentz Gay jr. In Biografien und Rock-Lexika nennt man ihn gern den „original love man“. Ein netter Euphemismus für jemanden, der mit Oden an die Eifersucht („I Heard It Through The Grapevine“) und die durchaus irdische Liebe („Sexual Healing“) einige seiner größten Hits landete. Als Womanizer galt er ohnehin. Nicht von ungefähr wurde sein erfolgreichstes Album zu Lebzeiten das mit dem programmatischen Titel „Let’s Get It On“.

Das war der eher mehr als minder autobiografische Songzyklus eines 34-jährigen verheirateten Mannes, der sich hoffnungslos in eine Teenagerin verknallt hatte. Trotzdem waren es keine brunftigen Soft-Porno-Arien wie die des Kollegen Barry White. Die Songs waren so sanft wie inbrünstig und jubilierend vorgetragene Bekenntnisse. Wenn man da das Wort „Baby“ durch „Jesus“ oder „Lord“ ersetzt hätte, wären sie auch als Gospel-Hymnen durchgegangen. „Keep Gettin‘ It On“ oder „You Sure Love To Ball“ natürlich nicht, einige der restlichen Songs aber doch.

„Let’s Get It On“ war eine schwere Geburt. Voraufgegangen waren der Veröffentlichung endlose Demo-Sessions, bei denen er immer neue Produzenten verschliss. Dazu verschreckte er Dutzende Musiker, sodass die Arbeit nicht voran kam. Nach dem Erfolg von „What’s Going On“ konnte ihm (damals noch) Schwiegervater Berry Gordy jedoch nicht reinreden. „Just To Keep You Satisfied“, letzter Song auf der LP, war genau genommen der älteste. Die Basic Tracks dazu hatte er schon im Juni 1970 aufgenommen, also schon vor „What’s Going On“, das er dann binnen weniger Tage fertig einspielte.

 Marvin Gaye: Der tragische Tod der Soul-Legende

„What’s Going On“ als erstes Konzeptalbum der schwarzen Musik

Der Frühsommer 1971, drei Jahre vor „Let’s Get It On“, ist in Deutschland mit dem Bestechungs-Skandal in der Fußball-Bundesliga, dem Amtsantritt von Erich Honecker als Erster Sekretär des Staatsrates der DDR und der großen Kampagne gegen das Verbot der Abtreibung verbunden. In den USA sind die Rolling Stones mit „Brown Sugar“ Ende Mai, Anfang Juni zwei Wochen lang auf Platz eins der Billboard-Charts. Wenig später folgt ihnen Carole King gleich fünf Wochen lang mit dem Abrechnungs-Liebeslied „It’s Too Late“.

In Vietnam tobt der Stellvertreter-Krieg der Amerikaner gegen den kommunistischen Norden des Landes immer heftiger. Durch die Veröffentlichung der sogenannten „Pentagon Papers“ (Geheimdokumente des US-Verteidigungsministeriums zur Vorgeschichte des Konflikts) in der „New York Times“ wird ein düsteres Licht auf die frühe Kriegsführung der Amerikaner in den Sixties geworfen. Die Friedens- und Bürgerrechts-Bewegung in den USA bekommt damit weiteren massiven Zulauf.

Marvin Gaye erinnerte sich gegenüber seinem späteren Biografen an jene Zeit: „Um mich herum explodierte die Welt; wie um Himmels Willen sollte ich da weiterhin Liebeslieder schreiben?“ Resultat dieser Grübelei ist Gayes elftes, am 21. Mai 1971 auf dem Unterlabel Tamla Motown veröffentlichtes Album. Wenn man so will, das erste komplett durcharrangierte Konzeptalbum in der Geschichte der Schwarzen Musik. Gewidmet einem (politischen) Oberthema wird „What’s Going On“ heute in einem Atemzug mit „Pet Sounds“ von den Beach Boys und „Sergeant Pepper’s“ von The Beatles genannt.

„What’s Going On“ als erstes Konzeptalbum der schwarzen Musik

Wann starb Marvin Gaye?

Anfang der 80er-Jahre schien Marvin Gaye aus der Versenkung zurückgekehrt. Nach einer Auszeit und einem Drogenentzug feierte der berühmteste Soul-Sänger der 60er-Jahre mit seiner Single „Sexual Healing“ und dem dazugehörigen Album „Midnight Love“ ein Comeback. Nach seiner Rückkehr in die USA begab sich Gaye, der das Touren eigentlich nicht mochte, auf die Reise, um sein Album zu promoten. Um dem Druck standzuhalten, griff er wieder zu Kokain. Sein Gemütszustand zerrüttete zusehends, Gaye fühlte sich verfolgt.

Wann starb Marvin Gaye?

1984: Marvin Gaye wird vom eigenen Vater erschossen

Anfang der 80er Jahre schien Marvin Gaye aus der Versenkung zurückgekehrt. Nach einer Auszeit und einem Drogenentzug feierte der berühmteste Soul-Sänger der 60er mit seiner Single „Sexual Healing“ und dem dazugehörigen Album „Midnight Love“ ein Comeback.

Nach seiner Rückkehr in die USA begab sich Gaye, der das Touren eigentlich nicht mochte, auf die Reise um sein Album zu promoten. Um dem Druck standzuhalten griff er wieder zu Kokain. Sein Gemütszustand zerrüttete zusehends, Gaye fühlte sich verfolgt.

Nach dem Ende der Tour im August 1983 zog sich der Sänger zu seinen Eltern nach Los Angeles zurück, in ein Haus, das er einst selbst gekauft hatte. Nach einer Zeit, die von Familienmitgliedern als „ruhig und ohne besondere Vorkommnisse“ beschrieben wird, geriet Gaye jedoch immer öfter und immer heftiger mit seinem Vater, einem strenggläubigen Prediger, aneinander.

Am 1. April eskalierte ein Streit um ein Versicherungs-Dokument. Erst kam es zu Handgreiflichkeiten, dann schoss der Vater seinem Sohn mit einer Pistole in die Brust, einer Smith & Wesson, die Marvin ihm zu Weihnachten geschenkt hatte.

Als die Polizei 20 Minuten später am Tatort eintraf, war Marvin Gaye bereits tot. Am nächsten Tag hätte er seinen 45. Geburtstag gefeiert.

 1984: Marvin Gaye wird vom eigenen Vater erschossen

Marvin Gaye – Let’s Get It On

Mit bürgerlichem Namen hieß er Marvin Pentz Gay jr. Aber wenn einer nicht gay war, dann er. In Biografien und Rock-Lexika nennt man ihn gern den „original love man“. Ein netter Euphemismus für jemanden, der mit Oden an die Eifersucht („I Heard It Through The Grapevine“) und die durchaus irdische Liebe („Sexual Healing“) einige seiner größten Hits hatte und als großer womanizer bekannt war. Nicht von ungefähr wurde sein erfolgreichstes Album zu Lebzeiten das mit dem programmatischen Titel „Let’s Get It On“.

Das war der eher mehr als minder autobiografische Songzyklus eines 34jährigen verheirateten Mannes, der sich – ein Humbert Humbert der Soul Music – hoffnungslos in einen Teenager verknallt hatte. Trotzdem waren das keine brunftigen Soft-Porno-Arien wie die des Kollegen Barry White, dem großen Tröster grüner Witwen, sondern so sanft wie inbrünstig und jubilierend vorgetragene Bekenntnisse. Wenn man da das Wort „baby“ durch Jesus“ oder „Lord“ ersetzt hätte, wären die auch als Gospel-Hymnen durchgegangen. „Keep Gettin‘ It On“ oder „You Sure Love To Ball“ natürlich nicht, einige der restlichen Songs aber doch.

„Let’s Get It On“ war eine schwere Geburt. Voraufgegangen waren der Veröffentlichung endlose Demo-Sessions, bei denen er immer neue Produzenten verschliss und – Dutzende von Musiker und Backup-Sängern engagierend – nicht zu Potte kommen wollte. Nach dem Erfolg von „fVhat’s Going On“ hatte ihm (damals noch) Schwiegervater Berry Gordy aber nichts dreinzureden. „Just To Keep You Satisfied“, letzter Song auf der LP, war genau genommen der älteste. Die basic tracks dazu hatte er schon im Juni 1970 aufgenommen, also schon vor „What’s Going On“, das er dann binnen weniger Tage fertig einspielte!

Bei den knapp zwei Dutzend Alternativ- und Outtakes der neuen Deluxe Edition ist oft nicht mal dokumentiert, welche Musiker da mitspielten und wer die Mischpult-Regler in den diversen Studio in Detroit und Los Angeles bediente. Ein bisschen Demo-Overkill ist das, ehrlich gesagt, ja schon, was man bei diesem Luxusprojekt betrieb. Nur: Was für ein phänomenales Sangestalent der Mann war, bestätigen dann doch auch viele der unveröffentlichten Aufnahmen. Und bei den Instrumentals darf jeder die Skip-Taste des Players aktivieren…

Die neue Rolling Stone April-Ausgabe jetzt hier erhältlich!

Inbrünstige Soul-Hymnen mit Mädchen statt Gott als Adressaten

Mit bürgerlichem Namen hieß er Marvin Pentz Gay jr. Aber wenn einer nicht gay war, dann er. In Biografien und Rock-Lexika nennt man ihn gern den „original love man“. Ein netter Euphemismus für jemanden, der mit Oden an die Eifersucht („I Heard It Through The Grapevine“) und die durchaus irdische Liebe („Sexual Healing“) einige seiner größten Hits hatte und als großer womanizer bekannt war. Nicht von ungefähr wurde sein erfolgreichstes Album zu Lebzeiten das mit dem programmatischen Titel „Let’s Get It On“.

Das war der eher mehr als minder autobiografische Songzyklus eines 34jährigen verheirateten Mannes, der sich – ein Humbert Humbert der Soul Music – hoffnungslos in einen Teenager verknallt hatte. Trotzdem waren das keine brunftigen Soft-Porno-Arien wie die des Kollegen Barry White, dem großen Tröster grüner Witwen, sondern so sanft wie inbrünstig und jubilierend vorgetragene Bekenntnisse. Wenn man da das Wort „baby“ durch Jesus“ oder „Lord“ ersetzt hätte, wären die auch als Gospel-Hymnen durchgegangen. „Keep Gettin‘ It On“ oder „You Sure Love To Ball“ natürlich nicht, einige der restlichen Songs aber doch.

„Let’s Get It On“ war eine schwere Geburt. Voraufgegangen waren der Veröffentlichung endlose Demo-Sessions, bei denen er immer neue Produzenten verschliss und – Dutzende von Musiker und Backup-Sängern engagierend – nicht zu Potte kommen wollte. Nach dem Erfolg von „fVhat’s Going On“ hatte ihm (damals noch) Schwiegervater Berry Gordy aber nichts dreinzureden. „Just To Keep You Satisfied“, letzter Song auf der LP, war genau genommen der älteste. Die basic tracks dazu hatte er schon im Juni 1970 aufgenommen, also schon vor „What’s Going On“, das er dann binnen weniger Tage fertig einspielte!

Produktbeschreibungen

Possibly the best single-disc retrospective of the late, great Soul singer’s career, this 1994 compilation on Motown features 22 of his biggest and best spanning the years, 1968-84. Although classified as a Soul and R&B vocalist, Marvin Gaye’s recorded works appeal to fans of practically every musical genre, from Rock to Easy Listening. Includes the hits ‚Let’s Get It On‘, ‚Too Busy Thinkin‘ About My Baby‘, ‚How Sweet It Is (To Be Loved By You)‘, ‚Mercy, Mercy Me‘, ‚What’s Going On‘, ‚Sexual Healing‘, ‚I Heard It Through the Grapevine‘, ‚Got to Give It Up (Part 1)‘, ‚It Takes Two‘ (with Kim Weston) plus other duets with Diana Ross and much more! Universal.

Empfehlung der Redaktion

Nach dem Ende der Tour im August 1983 zog sich der Sänger zu seinen Eltern nach Los Angeles zurück. Das Haus hatte er selbst einige Jahre zuvor gekauft. Nach einer Zeit, die von Familienmitgliedern als „ruhig und ohne besondere Vorkommnisse“ beschrieben wird, geriet Gaye jedoch immer öfter und immer heftiger mit seinem Vater, einem strenggläubigen Prediger, aneinander.

Am 1. April 1984 eskalierte ein Streit um ein Versicherungs-Dokument. Erst kam es zu Handgreiflichkeiten, dann schoss der Vater seinem Sohn mit einer Pistole in die Brust, einer Smith & Wesson, die Marvin ihm zu Weihnachten geschenkt hatte.

Als die Polizei 20 Minuten später am Tatort eintraf, war Marvin Gaye bereits tot. Am nächsten Tag hätte er seinen 45. Geburtstag gefeiert.

Die neue Rolling Stone April-Ausgabe jetzt hier erhältlich!