Gayle San – Eine Konstante

Bevor es die 1967 in Singapur geborene Gayle San in den frühen 90er-Jahren nach London zog, spielte sie in ihrer Heimat das Vorprogramm für Bands wie Kool And The Gang, Earth Wind And Fire und The Commoderes. Wenig später wurde sie Resident in Clubs wie dem Universe Final Frontier, Club UK, Complex in London und dem berühmt-berüchtigten Omen in Frankfurt, in dem sie zu internationaler Bekanntheit gelangte. 2015 veröffentlichte die mittlerweile in Heidelberg lebende Künstlerin auf Labels wie Tonic Soundz, Phobiq, Naked Lunch, Different Is Different und Toolroom/Rhythm Distrikt. ihrem 2011 gegründeten Label GSR möchte Gayle San im kommenden Jahr mehr Zeit widmen und dafür mehr Output produzieren.

Kurz vor dem heiligen Fest blickt Gayle – wieder einmal – auf ein ereignisreiches Jahr zurück: „Es ist bemerkenswert, wie schnell die letzten zwölf Monate an mir vorbeigezogen sind. Ich habe mich in 2015 mehr denn je meinen zwei Leidenschaften gewidmet – der Musik und dem Skydiven. Diese zwei Sachen halten mich permanent auf Trapp. Seitdem ich meine Gigs auf vier bis fünf im Monat reduziert habe, verbringe ich zudem wesentlich mehr Zeit im Studio. Auch wenn man das Gefühl hat, dass es nie Zeit genug gibt, um alle Projekte unter einen Hut zu bekommen. Aber irgendwie klappt es dann doch noch rechtzeitig.“ Unter den Projekten war auch ein ganz besonderes: „Auf dem Label Different Is Different habe ich mit dem Track ‘Mirage’ an einer Compilation mit ausschließlich weiblichen Künstlern mitgewirkt. Das war äußerst interessant, zumal ich sonst kein Freund davon bin, bei geschlechtergetrennten Projekten mitzumachen bzw. mich in diese Diskussion einzubringen. Wir leben in einer Zeit, in der Geschlechter Nebensache sein sollten. Vor allem in unserer Szene sollten sie von keiner großen Bedeutung sein. Auf der Bühne oder im Studio liefert jeder die gleiche Qualität ab – egal ob als Mann oder als Frau. Aus diesem Grund machen für mich auch Partys keinen Sinn, auf denen ausschließlich Frauen spielen und bei denen das auch noch groß so beworben wird. Wir leben nicht mehr in den 1950er-Jahren. Dennoch hatte ich Lust auf das Projekt und habe mich einmalig involviert – mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden.“ Neben weiteren Releases auf ihrem eigenen Label plant Gayle San auch eine Mix-Serie auf GSR: „Ich werde mich nach dem Jahresanfang verstärkt um das Brand kümmern und dadurch seltener auf anderen Labels zu hören sein. Auf GSR werden 2016 wieder einige bekannte Acts wie Cari Lekebusch, Sasha Carassi und Ken Ishi veröffentlichen, die ja in der Vergangenheit bereits bei mir ein Releases hatten. Und wie ich es immer gesagt habe: Das Label ist auch eine Plattform für neue, unbekannte Künstler. Mir ist es wichtig, neue Talente zu fördern und ihnen eine Art Sprachrohr zu bieten, da es in der heutigen Zeit und bei der Masse an Musik oftmals schwer ist, Aufmerksamkeit zu generieren. Wenn ich das Gefühl habe, dass Tracks zu GSR passen, möchte ich über eine Veröffentlichung nachdenken. Für die Mix-Serie plane ich einige besondere Künstler einzuladen, ihre Titel in den Vordergrund zu rücken, anstatt einen herkömmlichen Clubmitschnitt abzuliefern.“

Ihrer Philosophie bzw. ihrem Credo, unter dem sie vor vier Jahren das Label gründete, ist Gayle San bis heute treu geblieben: „Ich habe nach wie vor eine ganz besondere Vorstellung von dem musikalischen Stil, der auf dem Label präsentiert werden soll. Anfangs war es recht schwer, Künstler mit dem für mich richtigen Sound zu finden – aber mit der Zeit kamen sie, und ich konnte meine Vorstellungen realisieren. Ich bin froh über den Umstand, dass ich nicht den Druck bzw. die Notwendigkeit habe, alle sechs Wochen etwas herausbringen zu müssen. Das möchte ich so auch gar nicht. Wenn etwas passt, erscheint es. Und wenn nicht, ist es besser, nichts zu veröffentlichen statt aus der wilden Flut an Demos irgendwas zu nehmen, nur um etwas vorweisen zu können. Dafür steht GSR nicht. Heutzutage, wo fast jeder sein eigenes Label hat, ist es natürlich schwer, dieses Vorhaben beizubehalten. Aber ich habe nicht vor, davon abzuweichen.“

Genauso kompromisslos und anspruchsvoll agiert Gayle San seit ihrem Karrierestart vor über 20 Jahren. Sie war bekannt dafür, auf drei Plattenspielern zu performen. So tourte sie lange Zeit rund um den Globus – in die USA, nach Asien, Südamerika und Europa. Für viele gilt sie als eine der beliebtesten und sympathischsten Künst- lerin in diesem Geschäft. „Ich habe im Laufe der Zeit mein Setup auf der Bühne verändert. Von drei 1210ern bis hin zu Traktor, gepaart mit DB4 und einem K1 Controller habe ich schon so gut wie alles ausprobiert. Für mich als Oldschool-DJ habe ich aber bei diesem digialen Wahnsinn das Gefühl meiner Anfänge vermisst. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie oft ich aufgrund irgendwelcher Security-Checks am Flughafen wegen dieser ganzen Geräte meine Flüge verpasst habe. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden, ausschließlich mit CDs zu spielen. So habe ich für mich eine Lösung gefunden, bequem zu reisen und zumindest annähernd das Vinyl-Gefühl auf drei CDJ 2000-Playern aufkommen zu lassen.“ Ihr Wochenende beginnt Gayle traditionell in Heidelberg, wo sie seit ihrem Umzug aus London wohnt. „Ich habe mich vor über zehn Jahren in diese Stadt verliebt, und so ist sie neben Florida seit eben dieser Zeit meine Heimat. Die Gegend hier ist großartig – voller Natur und Landschaften, im Gegensatz zu London. Die Stadt ist nicht groß, aber dennoch sehr kosmopolitisch aufgrund der vielen Universitäten und den historischen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Die vielen grünen Berge sind ideal, um nach einem Wochenende abzuschalten und vor der Haustür frische Luft zu schnappen, da die hier um einiges besser ist als der Smog in den meisten Metropolen (lacht). Ich habe das Gefühl, dass die Lebensqualität hier um einiges höher ist als woanders. Man hat mehr Sonnentage als in anderen Gegenden. Ich wohne auf 300 Meter Höhe, umgeben vom Wald, und genieße das jeden Tag. Ich brauche nur acht Minuten bis in den Stadtkern – so habe ich Natur und Citylife kombiniert und das Beste aus beidem vereint.“

Für jemanden, der sich bereits seit zwei Jahrzehnten im Business bewegt, sind Veränderungen ein stets präsentes Gut geworden. Doch nicht immer sind diese Veränderungen positiv, findet Gayle: „Musik ist heute zweitrangig geworden. Ich habe das Gefühl, es kommt inzwischen mehr darauf an, wer du bist, wen du kennst, mit dem du abhängst und natürlich wieviele Likes du bei Facebook hast. Früher war das anders. Da war es vollkommen egal, wer du warst – du hast Musik produziert, und wenn sie die Leute zum Tanzen gebracht hat, wurde sie gesignt. Hast du dazu noch am Wochenende die Clubs auf Links gedreht, hattest du wahrscheinlich eine Menge Talent und damit gute Karten, bekannt zu werden. Heute ist das anders. Es ist meiner Meinung nach sehr politisch geworden. Binnen weniger Klicks ist man DJ – die Technologie mit all ihren digitalen Fähigkeiten ermöglicht es jedem. Es wird darauf geachtet, zu welchem ‘Clan’ du gehörst. Gruppierungen dominieren ganze Festivals und Genres. Wenn du nicht Teil von einer bist, findest du automatisch nicht statt. Das macht es vielen wirklich talentierten Künstlern schwerer, entdeckt zu werden. Wenn du kein Geschick für Social Media hast, nicht die richtigen Leute kennst bzw. wie ein Topmodel aussiehst, kannst noch so gute Skills im Studio haben es interessiert nur die wenigsten. Wie viele Künstler dort draußen geraten damit unter Druck und faken irgendwas? Flughafen-Selfie hier, Beatport-Charts dort. Das war früher alles uninteressant. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch eine Menge Vorteile. Man hat z.B. unlimitierten Zugang zu Musik. Während man früher stundenlang nach diesem einen Track suchen oder ganze Tage die Plattenläden auf den Kopf stellen musste, um mit einer zufriedenstellenden Anzahl an Tracks nach Hause zu gehen, kann man das heute wesentlich schneller und umfangreicher erledigen. Man kann sich entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Im Endeffekt sollte jeder das Beste daraus machen. Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Acts, die permanent den alten Zeiten hinterher trauern und in den üblichen ‘Früher war alles besser’-Gesprächen aufgehen.“ Dafür hat Gayle, die aktuell an einem Remix für Ken Ishi arbeitet, auch zu wenig Zeit. Doch dieser Tage freut sie sich unter anderem auf Weihnachten mit Freunden und traditionellem Truthahn: „Am 25. und 26. werde ich in Österreich spielen, so dass mein Weihnachts- essen wahrscheinlich auf den 27. fällt. An Silvester und Neujahr werde ich wie in den letzten 20 Jahren auflegen, und ich freue mich darauf, als wäre es das erste Mal.“ / Rafael Da Cruz

Gayle San – DJing & Skydiving

Posted by Christian ZercherAug 14, 2018 | Musikthemen

Singapur, England, Deutschland, USA: Wo ist das Zentrum deines Lebens? Wo bist du zu Hause?

Ich kann immer noch nicht genau sagen, wo mein Zuhause ist, denn im Laufe der Jahre war es immer phasenweise woanders. In den letzten Jahren waren Florida und Deutschland meine regelmäßigen Hauptwohnsitze aufgrund meiner Geschäftsprojekte.

Man glaubt es nicht, aber ich hatte mal Angst davor, zu meinen Auftritten zu fliegen; das war vor Jahren noch ein Trauma für mich, besonders bei schlechtem Wetter. Meine Fallschirmspringerfreunde haben mir gesagt, ich könne meine Flugangst loswerden, indem ich aus einem Flugzeug springe. Ich habe ihnen gesagt: „Verdammt noch mal, nein!“ Aber dann dachte ich: „Warum nicht?“ Ich musste ja meine Flugangst loswerden. Also fing ich mit Tandemsprüngen an. Natürlich wurde ich süchtig und entschied mich für Fallschirmsprungkurse, die ich auch erfolgreich bestand. Mittlerweile habe ich meine Fallschirmspringerlizenzen.

Mit den weltweiten Gigs und Touren hörte ich vor Jahren auf, weil mir die Reiserei zu viel wurde. Als bessere Option für mich empfand ich Deutschland und die umliegenden Länder. Ich spielte vor vielen Jahren im Zouk Club in Singapur, der aber mittlerweile sehr kommerzialisiert zu sein scheint. Großartig war es auch, im Womb in Tokio zu spielen!

Vor 25 bis 28 Jahren, als ich anfing, sagte ich immer, dass es mehr weibliche Techno-DJs geben sollte. Im Laufe der Jahre sind dann auch immer mehr weibliche DJs in die Szene gekommen, was großartig ist – es ist nun keine männlich dominierte Szene mehr. Natürlich sind DJ-Fähigkeiten seit jeher wichtig. Hat man die Clubs mit seinen Mixing-Fähigkeiten gerockt, wurde man dank Mundpropaganda gebucht. Es ist wichtig, weibliche DJs in der Techno-Szene zu haben, aber es ist auch wichtig, dass weibliche DJs aus den richtigen Gründen in die Szene kommen. Es erfordert Know-how und sollte nicht nur als Alternative zu dekorativen Blumentöpfen oder als Attraktion auf der Bühne gesehen werden. Weibliche DJs sollten mit männlichen DJs auf gleicher Stufe stehen. Es ist toll, zu sehen, dass es mehr aufstrebende weibliche DJs gibt. Leider gibt es nur wenige „echte“ DJs, dafür aber viele „gemanagte und kommerziell kultivierte“ weibliche DJs in der Szene. Es geht darum, die echten DJ-Talente zu erkennen, zu filtern und diese dann authentisch auf die Bühne zu bringen – und nicht nur diejenigen, die es für den Ruhm tun.

In den letzten 18 Jahren, als sich die Leute die Frage stellten, ob Techno sterben würde, sagte ich stets: „Techno wird immer präsent sein. Das ist sicher.“ Aber ich sehe auch, dass die Popularität immens steigt. Es ist ziemlich kompliziert, das zu beantworten. Besonders die letzten sieben bis acht Jahre war es schwer für mich, Tracks zu finden, die mich begeistern konnten, da gab es nur wenige. Es klang einfach alles gleich, im Gegensatz zu House, Bigroom und Tech-House. Es wurde ziemlich verwirrend. Ja, die ganze Musik ist verschmolzen, und das ist auch okay so. Produzenten hatten Ideen, wollten alles zusammenführen, aber die innovativen Techno-Ideen blieben aus. Man konnte wie in einem Süßigkeiten-Laden Sounds und Melodien kaufen. Manchmal war es für mich eine Qual für die Ohren: Die Top-100-Techno-Charts – und alles klingt gleich. Ich war überrascht, wenn ich dort ein bis zwei gute Melodien entdeckte. Popularität von Techno? Es wird wohl einfach so weitergehen, mit einem monotonen und sich wiederholenden Stil.

2018 gab es schon ein paar Remixe von dir. Wann können sich die Fans auf ein neues Album freuen? Aktuell habe ich keine Pläne für ein Album, da ich anderen Tätigkeiten außerhalb der Musikszene nachgehe. In die Musik investiere ich etwa 30 Prozent meiner Zeit. Ich arbeite aber an einigen Remixen und EPs.

Social Media waren noch nie mein Ding. Ich musste vor Jahren gezwungen werden, bei Facebook aktiv zu werden. Seit acht bis zehn Jahren, seit die Social Media unser Leben traurig angesteckt haben, stellt sich, denke ich, die Frage, ob man Künstler ist oder ein Geschäft führt. Mit Werbung ein Produkt verkaufen. Ich dachte eigentlich, es würde von den persönlichen Zielen eines Künstlers abhängen: Was und wie viel sie erreichen wollen beeinflusst das, was schlussendlich über die sozialen Netzwerke geteilt wird. Bei allen jungen, neuen Künstlerinnen und Künstlern sind Social Media heutzutage sehr gefragt. Sie sind eine Notwendigkeit, um sich selbst präsentieren zu können. Es gibt das ständige Bedürfnis, mehr Anhänger zu bekommen. Mehr Beliebtheit, um gebucht zu werden. Die Tatsache, dass Clubs und Promoter die Social-Media-Referenz bei der Buchung von Künstlern anhand der Anzahl der Follower checken – echte DJ-Fähigkeiten werden sekundär. Die sozialen Medien haben es im Laufe der Jahre geschafft, DJs, Künstler, Jugendliche nicht nur zu manipulieren; sie messen nun auch ihren Wert an ihrer Social-Media-Aktivität. Die Frage, ob ein Künstler ohne Social Media auskommt, ist also eine Frage der persönlichen Ziele und Bedürfnisse des Künstlers. Ich weiß, einige können das und andere sind einfach nur verzweifelte Sklaven.

Mein Ziel war es, meine Business-Projekte außerhalb der Musik, denen etwa 70 Prozent meiner Zeit gehören, mit den 30 Prozent für DJ-/Musikarbeit in Einklang zu bringen – und das habe ich innerhalb der letzten vier bis fünf Jahre erreicht. Nach 25 Jahren als DJ ist es der beste und natürlichste Weg für mich, meine Geschäftsprojekte weiter auszubauen und parallel dazu meine bereits reduzierten DJ-Gigs in perfekter Harmonie zu genießen!

Es ist Festival-Saison. Im Juli bin ich zurück beim „Tanz der Bässe“-Musikfestival in Lampertheim, im August geht’s nach Bosnien zum Techno-Festival, in die Elektroküche nach Köln und ebenfalls auf der Liste stehen die „Decibel club night“ in Dillingen, der Palais Club in München und das Strom-Event in Köln, um nur einige zu nennen.

Aus dem FAZEmag 077/07.2018 Text: Christian ZercherFoto: T. Mardo

Noch mehr Interviews:The Yellowheads – Maskierter Exportschlager Dominik Eulberg – 41 Kiebitze im NebelPappenheimer – Ein PhänomenPaul Kalkbrenner – Schnell ist geil

Gayle San – DJing & Skydiving

Gayle San

Gayle San’s Upcoming Gigs Sat 21 Dec, 19 Technodisco, Wetzlar, Germany Powered by GigaTools Gayle Sans career already began in the early 90 s in her hometown Singapore. She started as a warmup DJ for Bands such as Kool and the Gang Earth Wind and Fire and the Commodores,in the Top ten club which was the club of that moment on that island. Leaving her native Singapore in 90 s,to pursue her dj career in the UK, nobody expected such a massive success for Gayle in the music business. Gayle’s first steps into the London clubs were via DJing at record company parties, various one-off guest spots and fashion shows. These slots soon led to Gayle being made resident at ‚Reach for the Sky‘ at London’s Limelight club, where she played alongside global DJs which Gayle describes as „the steepest learning curve possible“. Having honed her DJing skills and broadened her understanding of music, Gayle began to experiment with the harder side of dance music, particularly the lesser known techno sounds coming into Britain from Europe and the US of that time. Her chance to pioneer this music in England came when Gayle became resident at Universe’s legendary Final Frontier club, at Club U.K. in south London, which then moved on to become Universe Voyager at their new club, the Complex in north London,and she was also resident at all the Tribal Gatherings Festivlas. Final frontier was widely regarded as one of the best club nights in the world, it was not long before Gayle had amassed a following of techno pilgrims who would make journeys from as far as Edinburgh to hear her play. Gayle’s reputation of her 3 decks mixing skills and dj sets spread like wildfire over the techno centres of Europe, most notably a residency once a month at the legendary Omen club in Frankfurt, the socalled ‚Mecca of techno‘ that opened doors. Other European and American dates have included some of the most underground clubs in the world,from playing at high profile parties for Prince,Chaka Khan and Kylie minogue to name a few, to playing clubs like Bionic in Detroit, Pure Pleasure parties in Chicago, Soma in Montreal, Twilo in New York, Zouk Club in Singapore, Florida 135 in Spain, Fuse Club in Belgium,M47 in Hungary and many more all over Europe, South America and the U.S.A. In 2000 she was voted number 6. of the most popular international DJs in Germany. Remaining in the top ten list has been a regularity ever since. In regards to the massive competition of the worlds DJs,and to be the only female dj in the top ten, it was an honour of her hard work in the last years. DJing has naturally led to various studio work and starting her own label Equator. Gayle has developed a sound that takes the intelligent beats of the underground, funky/hard/groove techno sound mixed with her very own style. Gayle loves producing on her own but also enjoys collaborations with other producers to absorb outside creativity. She has released on numerous labels throughout europe. Gayle has reduced her touring dates in the last 2 years,not surprising after travelling the world for 18 years to make more time for her production /collaboration works. Gayle never fails to rock the world..s dancefloor with her mixing skills and her choice of music. Gayle has already been called the best female techno legend and she is not ready to hang up her headphones just yet.

Gayle San

Gayle San, Joyhauser, Marcel Fengler

23:00 Uhr Gayle San hat viele viele Parties mit uns im Loft gefeiert. Umso trauriger sind wir, dass wir dieses Jahr einen Abschied nehmen müssen. Gayle San beendet ihre DJ Karriere 2019 und geht auf Abschiedstour. Wir freuen uns daher ein letztes mal mit der Powerfrau zu feiern! Das belgische DJ-Duo Joyhauser besticht durch aufgeladenen Techno. Hallende, industrielle Klänge und der kontante Schub nach vorne hinterlassen definitiv einen bleibenden Eindruck. Kein Wunder also, dass die beiden die Szene im Handumdrehen erobert haben. Abgerundet wird das Ganze von Marcel Fengler. Er gehört zu der ersten Generation an Berghain Residents und liefert auf dem Kult-Label Ostgut Ton, sowie seinem eigenen Label Index Marcel Fengler bis heute kompromisslose Techno-Produktionen ab. Ein Abend der brennende Atmosphäre bis in die frühen Morgenstunden verspricht. Line-Up:Gayle SanJoyhauserMarcel Fengler Bajan K & Friends Chamber Showcase:CATERRLukas Dos Passos

Gayle San, Joyhauser, Marcel Fengler

Gayle San: Wenn das typisch schwäbisch ist, dann liebe ich schwäbisch!

Hi Gayle, Stuttgart ist für dich ja mittlerweile ein alt bekanntes Pflaster. Seit Jahren spielst du regelmässig bei uns in Benztown. Sei es im M1, Zapata, Romy S oder auch jetzt im Lehmann – überall bist du immer wieder gern gesehen. Wie würdest du die Stuttgarter Techno und Clubszene beschreiben und was hat sich deiner Meinung nach die letzten Jahre geändert?

Kannst du dich eigentlich noch an deinen aller ersten Gig in Stuttgart erinnern? Wo und wie war das damals?

Nach so vielen Gigs in Stuttgart und im Schwabenländle, gibt’s doch sicher auch etwas für dich, was typisch Stuttgart oder typisch schwäbisch ist?

Trotz der zahlreichen Gastspiele bei „uns“ bist du im Lehmann am 01.06. das erste mal, gibtst also deinen Einstand, dein Debut. Hast du denn schon eine Vorahnung was dich erwarten wird? Hast du dich vielleicht bei Freunden oder Kollegen über den Club informiert?

Einer bei dem du dich auf jeden Fall haettest informieren können, ist unser Freund und immer wieder gern gesehener Gast: Sven Wittekind. Ich habe gehört das du uns Sven auch sehr gut befreundet seit. Ihr spielt in letzter Zeit auch sehr oft zusammen back 2 back. Wie kam es zu dieser Fusion, zu dieser Kooperation?

Auf Sven`s SWR Label ist auch ganz aktuell eine Ep bzw ein Track von dir erschienen. Jedoch warst du all die Jahre eher als Dj unterwegs und bekannt. Was Releases angeht war es eigentlich stets etwas ruhiger um dich. Bist du nicht gern im Studio? Oder woran liegt das, dass dein Output verglichen mit andern Künstlern eher etwas geringer ist.

Können wir vielleicht in der Zukunft mit etwas mehr Gayle San Tracks und Releases rechnen? Vielleicht sogar mal einem Album? Denn, Mix Compialtions und Eps gibt es ja reichlich vor dir, aber auf ein „echtes“ Gayle San Album wartet die Techno-Welt schon sehr lange….

Kommen wir mal zu dir als Dj oder DJane. Sicherlich ist der digitale Umschwung auch an dir nicht spurlos vorbei gezogen. Ich denke das auch du nicht mehr mit Vinyl auflegen wirst. Wie sieht denn dein aktuelles Dj Set up aus?

Warum hast du dich zu diesem Schritt entschieden und welche Vor und Nachteile hat dieser neue Weg für dich?

Zum Abschluss würde mich noch eins interessieren. Du lebst in Heidelberg. Nicht in Frankfurt, nicht in Berlin und auch nicht in London. Warum gerade Heidelberg?

Hast du vielleicht noch eine kurze Message für unsere Techno-Heads? Was können wie bzw wir am 01.06.2011 im Lehmann von dir erwarten?

Gayle San: Wenn das typisch schwäbisch ist, dann liebe ich schwäbisch!

Gayle San in der TD

Gayle San beendet 2019 ihre DJ beenden 2019 unsere Club Karriere.

Gayle San beendet 2019 ihre DJ beenden 2019 unsere Club Karriere.

Was viele Künstler verpassen, wird Gayle San nicht passieren. Sie zieht rechtzeitig den Hut und beendet ihre Karriere aus eigenem Antrieb und verabschiedet sich mit einer sicher fulminanten letzten Tour!

Sie war eine der ersten Frauen im Technobusiness, die von England aus schon in den 90ern die Szene mit voran getrieben hat. Von Anfang an stand Gayle San immer für druckvollen Technosound, den sie voller Leidenschaft hinter den Decks auf der ganzen Welt verkörpert hat. Mittlerweile ist sie über 50, ihr erstes Release liegt über 20 Jahre zurück und da kann man wohlverdient und zufrieden zurückschauen und das Kapitel Clubleben abschließen.

Gayle San-TDB 2018 MixGayle San

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Tote vom Thunersee hatte ein Tattoo von ihr – jetzt spricht DJane Gayle San «Traurig, dass ein Fan von mir auf diese Weise gehen musste»

Auch drei Tage nach dem Grusel-Fund ist noch unklar, wer die tote Frau aus dem Thunersee ist. Am Sonntag stiessen Taucher bei Gunten in der Gemeinde Sigriswil BE auf ihre Leiche. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus – die Frau wurde getötet.

Das auffälligste Merkmal der Frau: zwei Tattoos, die ihren Rücken zieren. Das eine Motiv ist eine Eule, das andere der Schriftzug «Gayle San». Gayle San (54) ist eine Ex-Techno-DJane aus London. Ob die tote Frau ein Fan von ihr war und sich deshalb ihren Namen stechen liess?

BLICK fragte bei der DJane nach. Sie sagt, sie habe mehrere Nachrichten zu dieser traurigen und schlimmen Geschichte gekriegt. «Das sind schreckliche Neuigkeiten.» Von der Polizei sei sie aber nicht kontaktiert worden. Später veröffentlichte Gayle San auf ihrem Instagram-Profil einen Post zum Fall der Tattoo-Toten. In diesen Zeilen sprach sie der Familie und den Freunden der Frau ihr tiefstes Beileid aus.

Latest Releases

Alex Costa, Rabo, Traumata, Lars Wickinger, Paco Maroto, SCSI-9, Mark Wizeman, Alex Jockey, Neoplastika, HA|XO, Ken Ishii, Alex Mine, Bastian Bux, Gayle San, Skober, Antonio Pocai, Lander B, Oscar Escapa, Van Czar, Drucal, Kevin Arnold, itsprimo, Feed Me Groove, Amethysts (IT), Zacharian, Marc DePulse, Yvan Genkins, George Adi, Gui Boratto, Alberto Ruiz, Alfred Havoc

Niereich, Shadym, Lisa Lashes, Origin Riddim, Toni Alvarez, Miguel Do Reis, Dorian Parano, N.O.B.A, Dandi & Ugo, Roby M Rage, Marco Ginelli, KICKREY, Atze Ton, Ben Dust, Elad Perez, H! Dude, Candiloro, Darpa, Roentgen Limiter, ABYSSVM, Luciid, Chris Lehmann, Thomas Naenen, Hell Driver, Wutz, Pomella, Isabela Clerc, Pappenheimer, Tobias Lueke, Cristian Collodoro, Gene Karz, Felix Bernhardt, Indepth, Shay De Castro, Hellomonkey, Gary Burrows, Lesia Karz, Drumloch, Tea Vuckovic, F-Rontal, DJ Dextro, Nostromos, Ben Manson, Rony Golding, Lutzenkirchen, Phutek, Vontech, Drzneday, NÜWA (BE) , Nicolas Cuer, Stevie Best, T78, AnGy KoRe, Luix Spectrum, Hanubis, Dave Dee, Drumsauw, [ Wex 10 ], Murat Ugurlu, Jan Fleck, Darmec, Superstrobe, Tom Laws, Giorgio Rusconi, Deborah De Luca, Klanglos, 2nd Phase, Torsten Kanzler, Gayle San, Noemi Black, Electrorites, Dave Wincent, David Bau, Silvina Romero, M. Fukuda, Dino Maggiorana, Sisko Electrofanatik, Le Son Du Placard, , Christian Hornbostel

Brendon Moeller, Lucca M, Van Czar, Shurko Love, Kimono, Wes Yvaez, Gayle San, MSDMNR, Plasmic Shape, Ron Flatter, Audioframes, Stereo Jack, Mr. Bizz, Jupetto, M. Fukuda, Zetacode, Atmodermics, Special Zip, Eònan, Josh, Oscar, KAYLEE!, Robert Reuss, Marko Garcia, Elek-Fun, Sasha Carassi, Allan Blomquist, Maxime Dangles, ANDREY DETOCHKIN, [ Wex 10 ]

Nick Galemore, Terranova, Cath Coffey, Kellerkind, BLOND:ISH, Less Hate, Sascha Braemer, Larsson (BE), Gil Zambrano, DJ Le Roi, Doctor Dru, Gianmarco Limenta, Benotmane, Several Definitions, Ruede Hagelstein, Rauschhaus, Gayle San, 2Qimic, Heerhorst, Hannes Bruniic, Mia Mendi, OIBAF&WALLEN, Definition, Boss Axis, Timo Maas, Dapayk, GRAU Music, Benja Molina

V1L, Leo Fernandez, Matt Minimal, Gayle San, Tom Hades, Jssst, Ken Ishii, Joe Mesmar, LAB3L3D, Sceptical C, Red Square, Drumcomplex, Sascha Zastiral, Energun, Adam Jay, Elton D, Mass Digital, Dualtec, DJ Mandraks, Arkade, Lisa Oakes, Agent Orange DJ, Greencross, Matt Mus, Newks, Steve RedHead, Nicolas Bacher, Chinanski, Miki Craven

Shumi, Drumcomplex, PUSHMANN, Gayle San, Sall, Antonio D’Africa, Arsec Sagittarii, Tilliander, Kimono, Flemming Bassedow, Manuel Meyer, Adam Carling, Audionatique, Orlando Voorn, Elek-Fun, Phoenix Movement, Moritz Scheit, Franky Hollywood, David Mallada, Kevin Wesp, Aramzom, Kirk Degiorgio, Mario Ochoa, Steve Lorenz

Teenage Mutants, Thomas Hoffknecht, Gayle San, Spec X, Lowerzone, Yael, Comuno, SHDDR, Concept of Thrill, Lenfloot, Tom Hutt, Maxx Rossi, Fabio Guarriello, Andrea Sorbo, Sven Sossong, Cor Zegveld, Blyer, ASKE, TEC3.N.O, 663Degree, Drumcomplex, The Reason Y, Orlando Voorn, Subject One, Rick Dyno

George Perry, AKKI (DE), Monococ, , Michel Van Dinteren, Aldo Gargiulo, Anthone, Sven Sossong, MaKma, Gabu, G8, Kevin Wesp, Bjorn Zimmermann, Gayle San, Eric Sneo, Mike Vath, Marco Piangiamore, Sebastian Groth, Mechanic Freakz, Klanglos, Nik Noriz

Tiza, Rafa Ortega, Greencross, Skober, Abi Bah, Scouts In Bondage, Jssst, Chinanski, Gayle San, Ranieri, Ken Ishii, Agent Orange DJ, YUADA, Sascha Zastiral, Drumcomplex, Miss Electric, Red Square, Tunnel, James Hurricane, Rustig, Michel Lauriola, Submerge, Dantiez, Deep Slice, Angel Alanis

Khardasia, Basic Implant, Negative Return, Kai Randy Michel, Lars Klein, Gayle San, Outbreak, Kaylyn, Vito, DJ La Monde, Woodpeckers, Retrosweep, Dreg, Dj Monotone, Marco Lenzi, Sare Muratore, Daz Saund & Ben Tisdall, D.A.V.E The Drummer, Michael Burkat, CJ Bolland

Gayle San legte im Klangkino Gebesee auf

Asiatische Techno-Nacht in Gebesee: Die in Singapur geborene DJane Gayle San brachte am Samstagabend die Menge im Klangkino zum Tanzen. Die Künstlerin hat sich dank Erfolgen in der Londoner und Frankfurter Clubszene international einen Namen gemacht.

Gayle San

Zu Beginn der 90er Jahre kommen House und Techno in Europa voll ins Rollen. Die einstige Untergrundkultur dringt in den Mainstream vor. Der asiatische Kontinent braucht hingegen noch einige Zeit, bis Mitte des Jahrzehnts erste Acts wie Technasia aus Hong Kong zum Leben erwachen und sich im fernen Osten eine ähnliche Entwicklung wie in Europa anbahnt. Der Aufstieg Asiens in der internationalen Technocommunity kommt für die in Singapur geborene Gayle San zu spät. Sie geht nach London und startet dort ihre DJ-Karriere.

Ihre Liebe zur Musik beginnt in den 80er Jahren in ihrer Geburtsstadt Singapur mit dem Kauf von Princes „Purple Rain“-Album. Später spielt sie im Vorprogramm von Bands wie Kool, Earth Wind & Fire oder The Commodores, bevor sie der elektronischen Musik verfällt. Fasziniert von der Kunst, zwei Platten gleichzeitig abzuspielen, richtet sich San in der Nähe der DJ-Kanzel häuslich ein, wie sie sich in einem Interview später erinnert: „Die ganzen anderen Mädels tanzten, und ich stand hinter dem DJ und schaute fasziniert zu.“

Lehrstunden, die sich schon bald in barer Münze auszahlen. Kaum in ihrer Wahlheimat London angekommen, erhält sie eine Residency im Universe, einer der renommiertesten Adressen in der britischen Metropole. Von Beginn an dem hart funkigen Detroit-Techno von Jeff Mills und Underground Resistance verfallen, nimmt Gayle San im eher trancigen Technoverständnis auf der Insel von Beginn an eine exponierte Stellung ein. Dennoch erspielt sie sich mit ihren treibenden Sets eine treue Fangemeinde und baut sich mit einer Residency im Frankfurter Omen ein Standbein auf dem Kontinent auf.

Ihre ersten Produktionen entstehen jedoch noch auf der Insel, wo sie für die Tribal Gathering-CDs 1994 und ’95 jeweils einen Track beisteuert, die sich noch stark Goa-Trance beeinflusst geben. In der Folge wandelt sich ihr Style hin zu einer harschen Funkiness, wie ihr erstes Release auf dem eigenen Label Equator 1998 deutlich macht.

Seither ist sie regelmäßiger Gast bei den besten Adressen im Label-Zirkus. Jay Denham bringt auf Black Nation ihre „Backbone EP“ heraus, Fine Audio Recordings releast mit „Mind Your Own Business“ einen Verkaufsschlager, und Primate sowie Compressed geben sich bei der bekennenden Blues-Hörerin die Klinke in die Hand. 2000 produziert Jam El Mar, die eine Hälfte von Jam, produziert mit Gayle San die beiden EPs „First Impression“ und „Overjam!“.

2001 relaunched sie ihr Label, das mit Maxis von Cristian Varela, Bryan Zentz, Jay Denham und Justin Berkovi richtig durchstartet. Zu ihrem guten Ruf in Technokreisen haben die zahlreichen Mix-CDs nicht unwesentlich beigetragen. Ob beim österreichischen Label XXX, auf Fine Audio oder Galvanic, Gayle Sans energetischer Tribaltechno Style an den Turntabels findet reißenden Absatz und verschafft ihr einen dicht gefüllten Terminkalender mit Dates in allen wichtigen Clubs rund um den Globus.

2004 erweist sie einem ihrer Lieblingsclubs, dem kurz zuvor geschlossenen Palazzo in Bingen, mit einem Mix die letzte Ehre. Harte Technotools von UmekThe AdventPalazzo Vol 2″ den Takt an.

Bis Ende 2019 nochmal auf Tour

Gayle San ist eine ehrgeizige Powerfrau und deswegen können sich alle sicher sein, dass sie bis zum letzten Gig nochmal Vollgas geben wird. Anfang März hatte Gayle einen Unfall beim Skydiven, der sie für ein paar Wochen außer Gefecht gesetzt hatte, mittlerweile ist sie aber wieder fit und bei allen Gigs am Start.

„Hi guys, unfortunately my planned 2019 farewell gigs will start in June instead of March. I got a skydiving accident, but thankfuIly i’ll be fine but’ll be needing 2 months of painful rehab till the fractures of my lower lumbar / pelvic healed and I m fit again. I’m staying positive ? at rehab right now cos that helps heal anything faster ??? so the doctor says!! I look forward to seeing u guys in a few months when the farewell gigs kicks off!“

Am 06. September spielt Gayle San zum Beispiel im Lehmann Club in Stuttgart und am 14. Dezember im Blauen Salon in Dresden und es werden sicher noch einige Dates auf ihrer Abschlusstour dazu kommen. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden zu den finalen Partys mit Gayle San, außerdem hat sie angekündigt, dass sie im Studio dem Techno weiterhin treu bleiben wird. Im Laufe ihrer Karriere haben wir Gayle San immer wieder zu Interview und Berichten getroffen, die ihr unter dem #tag Gayle San alle hier auf der Seite findet.

Ex-DJane Gayle San hat keine Ahnung, wer Tattoo-Tote ist

Sie kenne ihre Fans ausserhalb der Discos nicht. Und sie wisse auch nicht, ob diese Tattoos haben oder nicht. «Es sei denn, sie schreiben mich an oder schicken mir Fotos ihrer Tattoos zu, um mir davon zu erzählen oder es mir zu zeigen.»

Gayle San, die ihre Karriere 2019 beendete, hat aber keine Ahnung, wer die Tattoo-Tote sein könnte. «Es ist traurig, so etwas zu hören – von einem Fan von mir, der auf diese Art und Weise gehen musste.»

Der Verdacht, dass das Leben der Tattoo-Frau auf grausame Art und Weise endete, liegt nahe. Denn am Dienstag wendete sich die Polizei mittels erneutem Zeugenaufruf an die Bevölkerung. Sie wollte wissen, ob jemand bemerkt habe, dass irgendwo eine Sicherheitsfussplatte verschwunden sei. Ein Bild der Polizei zeigt die Platte. Sie sei zusammen mit der Toten aufgefunden worden.

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Zwei auffällige Tattoos

Bei der Verstorbenen handelt es sich laut der Polizei um eine 20- bis 40-jährige Frau. Sie trug weisse Turnschuhe, schwarze Trainerhosen und ein dunkles T-Shirt. Auf ihrem Rücken hat die Frau den Schriftzug «Gayle San» sowie eine Eule tätowiert. Die Polizei veröffentlichte Bilder der Tattoos und bittet Personen, die Angaben zur Toten machen können, sich zu melden. Bei «Gayle San» handelt es sich um eine 54-jährige Londoner DJane, noch ist aber unklar, ob das Tattoo wirklich Bezug auf diese Frau nimmt.

Ein älterer Spaziergänger, der die Taucher auf die Person im Wasser aufmerksam gemacht haben soll, wird ebenfalls gebeten, sich bei der Polizei zu melden. (jmh)

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Groovebomben mit massiv rollenden Basslines.

Es gibt wenige Clubs in Deutschland, die sich mit dem Palazzo in Bingen messen konnten. Bis vor gut einem Jahr gastierte dort regelmäßig die internationale Techno-Elite und begründete zusammen mit den feierwütigen Gästen den legendären Ruf der idyllisch gelegenen Location. Stammgast an den Turntables war Gayle San, die ihrem Lieblingsclub mit 21 kräftig nach vorne gehenden Tracks auf „Palazzo Vol. 2“ nun ein würdiges Denkmal gesetzt hat.

Von Beginn an geht die in Singapur geborene DJane in die Vollen, daran lässt der Opener „Pnakotic Fragments“ von Jamie Ball nicht den geringsten Zweifel. Trocken gibt die Bassdrum den Takt vor, geschoutete Vocals unterstützen druckvollen Beginn des Sets, dem das schranzige Tribalgetrommle von Neonkind in nichts nachsteht.

Präzise gesetzte Breaks und gekonnte Backspinns rhythmisieren die Tracks und weisen Frau San zudem schnell als eine Meisterin ihres Fachs aus. Auf zahlreichen Mix-CDs, unter anderem für das österreichische XXX-Label konnte man sich schon des öfteren von den Turntable-Künsten der hübschen DJane überzeugen.

Nach einem kurzen Ausflug in die sehr monoton gehaltenen schwedischen Technogefilde von Cari Lekebusch und Patrik Skoog wirft Gayle San einige Groovebomben auf den Dancefloor, die ihre Wirkung nicht verfehlen und zu den Highlights auf „Palazzo Vol. 2“ gehören.

DJ Lenk aka Jasper Dahlbäcks Track „142“ im Remix von Landsmann und Inside Labelbetreiber Joel Mull deutet bereits in Richtung massiv rollender Basslines. Die finden sich dann beim Tim Talyor Vs. Andy Slate-Track „Muscle Madness“ in Reinkultur zelebriert. Die verspielte Melodie von „Muscle Madness“ bleibt zudem gleich im Ohr hängen und beschert bei jedem Wiederhören freudige Emotionen.

Natürlich darf auch DJ Rushs musikalisches Tribute „My Palazzo“ nicht im Set von Gayle San fehlen. Streng stampfende Four-To-The-Floor-Beats tragen durch den Mittelteil, bevor gegen Ende mit Cristian Varelas „Your Body Experience“ klassische Tribaltechnogrooves aus Spanien auf die Zuhörer warten.

Wer Gayle San lieber live als auf CD hören möchte, der hat dazu des öfteren im Palazzo-Nachfolger Ypsilon in Idar-Oberstein Gelegenheit.