Gay Games demnächst mit neuen Sportarten

Amsterdam, Limerick, London, Orlando und Paris – das sind die fünf Städte, die sich für die Austragung der Gay Games 2018 beworben haben. Wie üblich durften die Kandidaten in ihrer Bewerbung auch neue Sportarten vorschlagen. Limerick hat sich mit Boxen und Rollstuhl-Rugby beworben, Paris hat Bogenschießen, Fechten, Pétanque und Roller Derby vorgeschlagen. Auch London möchte Roller Derby durchführen. Der Vorstand der Federation of Gay Games (FGG) hat diesen sechs Sportarten jetzt zugestimmt. Abgelehnt wurde dagegen der Vorschlag aus London und Paris, ein Polo-Turnier durchzuführen. Die Entscheidung über den Austragungsort der 10. Gay Games fällt im Oktober 2013 beim FGG-Meeting in Cleveland.

Die nächsten Gay Games finden 2014 in Cleveland statt. Auch dort wird es eine neue Sportart geben, nämlich Rodeoreiten. Man darf gespannt sein, ob dieser Wettbewerb auch bei einer Austragung in Europa 2018 durchgeführt würde.

Gay Games: Sportliche Bewegung für Menschenrechte

Aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur

Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube, Carsten Knop, Berthold Kohler

Gay Games: Sportliche Bewegung für Menschenrechte

Gay Games in Köln

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 Gay Games in Köln

Gay Games: Sport, Kultur, Party – und Sicherheit!So wird das Olympia der Schwulen in Köln

Am Samstagabend wird das kunterbunte, internationale Festival für schwule und lesbische SportlerINNEN von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) feierlich eröffnet. 46 000 Besucher werden im RheinEnergieStadion erwartet. Insgesamt nehmen an den einwöchigen Spielen bis zu einer Million Zuschauer teil.

Gay Games: Sport, Kultur, Party – und Sicherheit!So wird das Olympia der Schwulen in Köln

Gay Games in München 2026: Sportliche Sichtbarkeit für queere Personen

Regenbogenflaggen im Olympiastadion, Drag Queens auf der 50-Meter-Bahn und ein Rainbow-Village entlang der Sendlinger Straße. Diese Bilder könnten bald Realität werden, nämlich bei den Gay Games, die 2026 erstmals in München ausgetragen werden könnten.

So gab die Trägerorganisation Federation of Gay Games zu Beginn der Woche bekannt, dass die die bayerische Landeshauptstadt es in die letzte Auswahlrunde geschafft habe und unter den drei Finalisten für die Austragung dabei sei. Bisher fand die Olympiade nur ein einziges Mal in Deutschland statt, nämlich 2010 in Köln.

 Gay Games in München 2026: Sportliche Sichtbarkeit für queere Personen

Homosexualität in Videospielen: Wo ist das „Gay“ in Games?

Anders als in Film und TV spielen LGBT-Figuren in Games, wenn überhaupt, nur Nebenrollen

Als Sony auf der diesjährigen E3 die antizipierte Fortsetzung zu „The Last of Us“ vorstellte, war der Jubel groß. Nicht weil Fans schon lange auf die Ankündigung warteten, sondern weil die Hauptfigur des zweiten Teils, Ellie, in den ersten Minuten des Trailers eine Frau küsst.

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Sport-Schießen im Programm bei den Kölner Gay Games

Die VIII. Gay Games Cologne 2010 haben als 34. Sportart Sport-Schießen offiziell ins Programm aufgenommen. Damit wird es nun die zwei olympischen Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole bei den Kölner Gay Games geben.

In beiden Disziplinen wird jede Schützin 40 Wertungsschüsse in einer Zeit von maximal 75 Minuten abgeben. Bei den Männern gilt es, 60 Schüsse in 105 Minuten zu platzieren. Die Schussabgabe erfolgt stehend freihändig, wobei man ohne Anlehnung und künstliche Stütze stehen muss.

„Uns hatten viele Nachfragen bezüglich Sportschießen erreicht“, sagt games cologne-Sportchef Karl-Heinz Schmitz. „Wir waren selbst überrascht – denn bislang galt Sportschießen in Deutschland nicht als von lesbischen Sportlerinnen und schwulen Sportlern favorisiert betriebene Sportart. Doch die Nachfrage ist da und so haben wir die Planungen vorangebracht.“ Der deutsche Schützenbund ist mit rund 1,6 Millionen Mitgliedern der viertgrößte Sportfachverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), in dem der Schießsport als Breiten- und Leistungssport betrieben wird. Auch in anderen europäischen Ländern hat diese Sportart ihre Anhänger. Die Anfragen machten deutlich, das Sportschießen in vermehrter Zahl auch von Lesben und Schwule betrieben wird.

Sportschießen wird damit erstmalig in das Programm der im vierjährigen Turnus stattfinden Gay Games aufgenommen. Die nächsten Gay Games finden in der ersten Augustwoche im Jahr 2010 in Köln statt. Die Vorbereitungen zeigen schon jetzt, dass sich lesbische und schwule Sportler ohne sich zu Verstellen immer mehr Sportarten erobern. Allein die Brandbreite der offiziell aufgenommenen Sportarten ins Programm der VIII. Gay Games Cologne 2010 widerlegt die allgemeine Vorstellung, dass schwule Männer lieber körpereinsatzfreies Volleyball und lesbische Frauen lieber kampfbetonten Fußball spielen. Unter diesem Gesichtspunkt war die Aufnahme von Sportschießen als nun offiziell 34. ausgerichtete Sportart nur konsequent.

Erst vor Kurzem wurden Segeln und Feldhockey in das Programm der Kölner Gay Games aufgenommen. Interessierte Männer und Frauen können sich ab Juli 2008 für die Teilnahme an den Kölner Gay Games registrieren. Dies geht exklusiv über die Homepage

VIII Gay Games Cologne 2010Jetzt eine Nachricht senden

Bei den VIII. Gay Games Cologne 2010 werden 34 Sportarten und vier Kulturevents angeboten. Dabei reicht die Bandbreite der Wettbewerbe von Fußball, über Beach-Volleyball bis hin zu Billard, Schach, Eiskunstlaufen und Tanzen. Als Kulturveranstaltungen werden ein Chor- und ein Band-Festival vorbereitet, sowie eine Kunstausstellung und ein „International Rainbow Memorial Run“, in Gedenken aller AIDS-Patienten und Opfer.

The Gay Games Are Adding Two New Sports

The Gay Games are adding some new sports to their roster.

While the Gay Games aren’t planned to take off in Hong Kong until 2022, preparations for the event are already underway. The eleventh annual event celebrating sportsmanship and LGBTQ visibility is not only in pre-production and logistical set up, but it has announced the addition of two new sports.

It appears that dodgeball is a trending sport right now. While Michelle Obama and James Corden are going viral for hosting a star-studded dodgeball game, the Gay Games have announced it as an official sport of the international event. In addition, esports have now been added to the list.

“While compiling the list we wanted to make sure that we struck a good balance between traditionally popular sports among Gay Games participants from around the world, and sports enjoyed in the region like Dragon Boat Racing and Dodgeball, as well as new disciplines like E-Sports,” said Gay Games Hong Kong sports director Sabrina Yang. “It was a bit of a challenge, but I think we have succeeded.”

That said, these additions aren’t the only changes to the event’s lineup. There have been some losses as well. Namely, billiards, vertical running, mountain biking, and even beach volleyball have all been removed from the list of sports. The Federation of Gay Games cited lack of participation and venue space as the main cause.

While dodgeball may not be any real surprise, there may be some who question the addition of esports. There has been great debate over esports joining international sports competitions. While the Sin City Classic added the esports to its mix, there was great pushback when the Olympics considered doing the same.

That said, Esports has become a multi-million dollar industry with several notable LGBTQ players. Dominique “SonicFox” McLean is openly gay and has won several esports tournaments. The 20-year-old also won the Best ESports Player of 2018 award and stated during his acceptance speech:

“I wanna give a super shoutout to all my LGBTQ+ friends that have always helped me through life. Obviously I’m a furry, so shout out to the furries…. Guess all I gotta really say is I’m gay, black, a furry — pretty much everything a Republican hates — and the best esports player of the whole year I guess. Thank you so much!”

In addition, South Korean gamer Hyeon came out as bisexual at the end of the last year. The man nicknamed EFFECT made this announcement by saying:

“It is true that I am bisexual. I’ve been hiding it since young and never even showed a hint ot anyone except my family (even they got mad immediately). I finally putting down this burden after the hard time of hiding. Sorry for causing the confusion with such sudden announcement [sic].”

But it’s not just gamers who are coming out as LGBTQ. Adam Fletcher, who’s a Twitch streamer and Blizzard Entertainment’s Esports product lead for Warcraft III: Reforged and StarCraft: Remastered, came out as gay earlier this year.

“I’ve typed this tweet maybe 10+ times this year because I haven’t figured out a proper way of saying it… I’m gay,” wrote Fletcher on Twitter.

So, it seems that more and more LGBTQ people are coming out and representing us in the world of gaming and esports. As such, making the sport an official part of the Gay Games seems only right. This inclusion will give more visibility for LGBTQ people in gaming, in sports, and in multiple facets of life. And ultimately, that’s what the Gay Games are all about.

Sport : „Navratilova ist die große Ausnahme“ Schauspielerin Ulrike Folkerts über ihren Start bei den Gay Games

Frau Folkerts, wie kann eine viel beschäftigte Fernsehkommissarin ihren Job mit einem Abstecher nach Sydney zu den Gay Games vereinbaren?

Ich habe schon vor zwei Jahren beim Südwestdeutschen Rundfunk Bescheid gesagt. Die TatortDreharbeiten wurden extra verschoben. Wenn ich zurückkomme, werde ich gleich weiter drehen. Vor vier Jahren in Amsterdam hat es leider nicht geklappt, aber vor acht Jahren in New York war ich schon mal dabei.

Sie müssen sich gut vorbereitet haben: In Sydney sind Sie gerade mit der Schwimmstaffel je einmal auf Platz zwei und drei gelandet.

Na ja, ich gehe so zwei bis drei Mal in der Woche schwimmen. Das ist ein guter Ausgleich. Essen kann ich immer noch das, was ich will. Sport fällt mir leicht, ich mache das nach dem Lust-und-Laune-Prinzip.

Das reicht, um sich für die Gay Games zu qualifizieren?

Das muss man hier nicht, da kann jeder mitmachen. Es wird auch nicht geprüft, ob man nun wirklich schwul oder lesbisch ist. Nur einem Verein muss man angehören. Bei mir ist das der Berliner Verein Vorspiel.

Sie sind die prominenteste deutsche Starterin in Sydney, und das als Hobbysportlerin. Wie erklären Sie sich, dass im Profisport Homosexualität so gut wie gar nicht vorkommt?

Ich denke, es gibt sie, die Homosexuellen im Spitzensport, doch sie sind in vielen Fällen versteckt. Sie müssen fürchten, dass man sie diskriminiert.

…ist sicher eine große Ausnahme. Unter den Lesben und Schwulen sind homosexuelle Sportler durchaus bekannt, hinter vorgehaltener Hand. Wie in der Filmbranche muss man sich gut überlegen, ob man sich so einfach outen kann. Ich frage mich schon lange: Ist wirklich kein einziger Fußballprofi schwul? Und was wäre, wenn?

Sie gehen mit Ihrer Homosexualität sehr offen um. Nervt es Sie, dass dieses Thema immer wieder thematisiert wird?

Ich habe keine Lust, nur darauf reduziert zu werden. Wenn ich nun an den Gay Games teilnehme, ist es okay, wenn darüber berichtet wird. Es freuen sich hier viele Menschen und sprechen mich an, dass es toll ist, dass ich als bekannte Person teilnehme und so etwas mehr Öffentlichkeit für die Sache schaffe.

Gay Games : Sportliche Bewegung für Menschenrechte

Farbenfroh: Eine Sportlerin aus Puerto Rico bei der Eröffnungsfeier der Gay Games Bild: dpa

Teilnehmer aus 70 Nationen konkurrieren derzeit in Köln in 35 Sportarten. Sie spielen Fußball oder Volleyball oder messen sich in Leichtathletik und Turnen. Die Gay Games sind aber mehr als ein Sportfest.

John Amaechi war in den neunziger Jahren Flügelspieler in der NBA und kommt gerne zügig zum Abschluss. Also beendet er am Freitag im Pressezentrum der Gay Games, der Weltspiele der Homosexuellen, das etwas schwunglose Vorgeplänkel. Amaechi erzählt von seiner Heimat Manchester, wo er ein Basketballcenter für Jugendliche betreibt. „Die Kids haben mich gefragt, warum die Gay Games noch notwendig seien“, sagt er. „Immerhin trainieren sie ja in einem Center, in dem ein großer, schwarzer, schwuler Typ das Sagen hat.“ Dann wiederholt er eloquent das, was er auch den Jugendlichen gesagt hat: „Wir brauchen diese Spiele, weil die Mehrheit der Homosexuellen auf der Welt immer noch vom normalen Sportbetrieb ausgeschlossen ist. Wir brauchen sie, um zu zeigen, dass Homosexuelle in unterschiedlichen Größen und Formen daherkommen und dass wir euch nicht nur im Flugzeug Getränke bringen.“

Noch bis nächsten Samstag sind mehr als 10.000 lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle Sportler bei den achten Gay Games in Köln. Die Teilnehmer aus 70 Nationen konkurrieren in 35 Sportarten. Sie spielen Fußball oder Volleyball. Sie schwimmen, bowlen, tanzen. Und sie sind da, um Amaechis Worte mit Leben zu füllen. Zum zweiten Mal, nach 1998, kämpfen die Sportler in Europa um Medaillen. Mitunter auf hohem Niveau: Ein Prinzip der Spiele lautet, dass jeder Mensch teilnehmen darf, unabhängig von Alter oder Können sowie ungeachtet der sexuellen Orientierung. Trotzdem erfüllen die Wettkämpfe internationale Standards, so dass ein gelaufener oder geworfener Weltrekord auch weltweit gültig wäre.

Der erste sportliche Höhepunkt in Köln ist traditionell keine Gelegenheit, bei der Rekorde purzeln. Am Samstag, gut sieben Stunden vor der offiziellen Eröffnung, haben sich etwa 300 Läufer vor dem Westeingang der Kölner Messe versammelt. In einer schmucklosen, dunklen Durchfahrt warten sie auf den Start der letzten Etappe des Rainbow Memorial Runs. Mit Regenbogenflaggen wollen sie im Joggingtempo am Rheinufer entlanglaufen, um an die Sportler zu erinnern, die an Aids oder Brustkrebs gestorben sind.

Mitten unter den Läufern steht Sara Waddell-Lewinstein und liest Namen von einem Blatt ab. Es sind die Namen von verstorbenen Gay-Games-Aktivisten, und das Blatt ist so eng beschrieben, dass sie fast sieben Minuten lang liest. Die 57 Jahre alte Waddell-Lewinstein ist die Mutter der Gay Games. Bei der Vorbereitung der ersten Spiele 1982 in San Francisco lernte die lesbische Aktivistin den schwulen ehemaligen amerikanischen Olympioniken Tom Waddell kennen. Der Zehnkämpfer hatte die Idee zu den ersten Spielen und organisierte sie mit Waddell-Lewinstein zusammen.

Gemeinsam erfüllten sich die beiden Homosexuellen den Traum von einer leiblichen Tochter. Gemeinsam förderten sie aber auch ihr ideelles Baby: die Spiele. Tom Waddell starb 1987 an Aids, die Gay Games aber lebten und wuchsen, alle vier Jahre in einer anderen Stadt. Trotzdem ist auch für Waddell-Lewinstein klar, dass es die Spiele weiter geben muss: „Es gibt immer noch vieles, das sich ändern muss.“

Wenige Stunden später, als die Sportler aus 70 Nationen während der Eröffnungsfeier ins Müngersdorfer Stadion einlaufen, zeigt sich, wo Änderungsbedarf besteht: Die Delegationen aus Angola, Indien, Kenia, Pakistan oder der Türkei sind Ein-Sportler-Shows.

Die „Chosen Few“, 16 lesbische Fußballerinnen aus Johannesburger Townships, wären ohne ein Stipendium des Dachverbandes Federation of Gay Games gar nicht im Stadion. Und der Schirmherr der Spiele, Außenminister Guido Westerwelle, sagt auf Englisch: „Für meinen Partner und mich ist es ein Privileg, dass wir uns hier treffen können ohne Angst. Aber wir dürfen nicht die vergessen, die dieses Privileg nicht haben und unterdrückt werden.“

Als Bewegung für Menschenrechte hatte Sara Waddell-Lewinstein die Spiele bezeichnet, kurz bevor die Regenbogenläufer starteten. Der Wahlspruch der Gay-Games, der wie das Motto der Olympischen Spiele aus drei Wörtern besteht, müsse weiter rund um den Globus verbreitet werden: Teilnahme, Einbeziehung und persönliche Bestleistung. „Es gibt keinen Tag, an dem wir sie nicht lehren“, sagt sie. Besonders intensiv aber bis zum nächsten Samstag in Köln.

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Teilnehmer aus 70 Nationen konkurrieren derzeit in Köln in 35 Sportarten. Sie spielen Fußball oder Volleyball oder messen sich in Leichtathletik und Turnen. Die Gay Games sind aber mehr als ein Sportfest.

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Gay Games in Köln

In seiner Heimat er wegen seine Homosexualität hinter Gittern landen können. Jeffrey Johnson erlebt die Kölner Gay Games als Versprechen von einer besseren Welt.

Jeffrey Johnson ist Achter geworden, der Rückstand auf den Sieger war enorm, nur zwei Läufer waren über die 1500 Meter langsamer. Trotzdem steht er hinter der Ziellinie und lacht, als hätte er Gold und Jackpot sicher. Sein Blick streift die Tribüne, wo Hunderte Zuschauer sitzen und auch ihm applaudieren. „Als Jugendlicher hätte ich mir das nicht träumen lassen“, sagt er. „Es ist fantastisch, wie offen die Menschen hier miteinander umgehen.“

Jeffrey Johnson stammt aus Kingston, Jamaika. Ein Rennen, wie er es hier am Kölner Stadtwald bestritten hat, hätte ihn in seiner Heimat ins Gefängnis bringen können. Vielleicht hätte er um sein Leben fürchten müssen.

Im Rhythmus von vier Jahren werden die Gay Games ausgetragen, die Olympischen Spiele der Homosexuellen. In dieser Woche sind sie erstmals in Deutschland zu Gast, in Köln. Mehr als zehntausend Lesben und Schwule aus siebzig Ländern treten in 35 Sportarten an.

Die meisten müssen in ihrer Heimat keine Verfolgung fürchten, kein ewiges Weglaufen. Doch einige Teilnehmer leben in ständigem Risiko, sie stammen aus Südafrika, Afghanistan, Pakistan oder, wie Johnson, aus Jamaika. „Homosexuellen drohen dort zehn Jahre Gefängnis und Zwangsarbeit“, sagt er. „Schwule sind schon ermordet worden. Und die Regierung unternimmt nichts dagegen.“

Die Geschichte des homosexuellen Sports ist auch eine Geschichte von Isolation und Entmündigung. Der US-amerikanische Zehnkämpfer Tom Waddell hatte die Gay Games 1982 in San Francisco ins Leben gerufen. Ursprünglich hatten sie Gay Olympics heißen sollen, doch das Olympische Komitee der USA ließ die Nutzung des Namens verbieten. Langsam wuchs die Veranstaltung und wurde zu einem Fanal für Menschenrechte.

Jeder ist willkommen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, Gesundheitszustand, Talent und vor allem: Sexualität. „Die Gay Games haben etwas sehr Befreiendes“, sagt Jeffrey Johnson. „Respekt wird groß geschrieben.“

Johnson lebt inzwischen in Bergisch-Gladbach und startet für den SC Janus in Köln, den ersten schwul-lesbischen Sportverein Europas, gegründet von Volleyballern 1980. Durch Zufall war er nach Deutschland gekommen. Er suchte eine Brieffreundschaft, eines der Schreiben landete bei Holger Jakobs, seinem heutigen Ehemann.

Zur Homosexualität hat sich Jeffrey Johnson erst in Deutschland bekannt, mit 31. In Jamaika hatte er sich verstecken müssen ? vor seiner Familie, den Freunden, den Kollegen. Jede Bewegung musste er kontrollieren, jeden Augenaufschlag. Viele Athleten der Gay Games können eine ähnliche Geschichte erzählen.

Bis ins 20. Jahrhundert galt Sport als Erziehungshilfe, um den Sexualtrieb zu zügeln. Dokumentiert wird das im Deutschen Sportmuseum am Kölner Zollhafen. Die eindrucksvolle Ausstellung „Gegen die Regeln“ zeichnet die Lebenswege von Athleten nach, für die Homosexualität zum Abgrund wurde. Etwa für Peter Karlsson, einen schwedischen Eishockeyspieler, der 1995 in einer Disco ermordet wurde, mit 64 Messerstichen. Oder für Justin Fashanu, einen englischen Fußballer, der sich 1998 das Leben nahm, weil der Druck der Öffentlichkeit zu stark geworden war.

Auch in Köln treten Teilnehmer unter falschem Namen an. Aus Angst, ihre Existenz zu verlieren. Jeffrey Johnson hat das Versteckspiel hinter sich gelassen. Er ist inzwischen deutscher Staatsbürger, leitet die Pflegeabteilung eines Seniorenheims. Vor acht Jahren kam seine Mutter zu Besuch, sie weinte bitterlich. Sie wollte nicht glauben, dass ihr Sohn nicht auf Frauen steht.

Wer sich abends Richtung Kölner Innenstadt aufmacht, den Neumarkt oder den Rudolfplatz passiert, der glaubt, Todesgefahr für homosexuelle Sportler habe es letztmals im Mittelalter gegeben. Die Teilnehmer der Gay Games genießen ihre Partys, Festivals und Konzerte. Es geht um Sport und Spaß, nicht um Bedrohung. Doch die Organisatoren unternehmen viel, um den Status als politisches Forum zu erhalten, zum Beispiel mit einem Stipendiaten-Programm.

Bei den Gay Games 2002 in Sydney richtete es sich an australische Ureinwohner. Für hundert Aborigines wurden damals Unterkünfte, Anreise und Kleidung bezahlt. Die Kölner unterstützen nun Athleten aus Osteuropa. Für viele von denen war die Eröffnungsfeier am Samstag eine Sensation.

Vor 25000 Zuschauern sprach Guido Westerwelle, der deutsche Vizekanzler, die Nummer zwei der Bundesregierung, über seine homosexuelle Beziehung. „Für meinen Partner und mich ist es ein Privileg, dass wir uns hier treffen können ohne Angst“, sagte Westerwelle. „Aber wir dürfen nicht die vergessen, die dieses Privileg nicht haben und unterdrückt werden.“ Jeffrey Johnson hätte es nicht besser formulieren können.

München will die „Gay Games“ ausrichten

München will sich um die Ausrichtung der „Gay Games“ bewerben.

Der Stadtrat entscheidet über eine Bewerbung um das internationale Breitensport- und Kulturfestival der LGBTI-Community, das im Jahr 2026 stattfinden soll.

Die Stadt München soll sich für das Jahr 2026 darum bewerben, ein achttägiges internationales Breitensport- und Kulturfestival der Schwulen-, Lesben- und Transgender-Community auszurichten. Grüne, SPD, Rosa Liste und Volt unterstützen eine Bewerbung um die „Gay Games“ und hoffen auf eine Stadtratsmehrheit dafür.

Gesellschaftliche Inklusion und das „Über-sich-hinaus-Wachsen“ seien bei diesen Spielen wichtiger als der Leistungsgedanke, heißt es in der Stadtratsvorlage des Sportamts. Gay Games gebe es seit 1982, damals in San Francisco, zuletzt fanden sie 2018 in Paris statt. Bis zu 12 000 „Athlet*innen“ aus 30 Ländern würden erwartet, mit entsprechendem Umsatz für München. Genutzt würden die vorhandenen Olympia-Sportstätten für 30 teils klassische, teils frei wählbare Sportarten.

14 comments

Ich spiele seit 2015 American Football (ja, in Deutschland). Und es ist einfach der perfekte Sport für mich. Während meiner Schulzeit machte ich 10 Jahre lang Leichtathletik, meine Mutter wollte auch, dass ich Geräteturnen mache, wo ich allerdings bis ich 6 war gemobbt wurde.

Während des Studiums war ich auch mehrfach beim Hochschul Volleyball. Mittlerweile mache ich neben Football auch wieder Leichtathletik ?

Dass in der Leichtathletik jetzt ein hoher Gayfaktor ist, würde ich erstmal anzweifeln. Wobei statistisch gesehen jede*r 10te… Nun gut ? Ich würde mir manchmal wünschen, in der Leichtathletik-Abteilung (bei uns im Verein) nicht die einzige offen lesbische Sportlerin zu sein. Anderseits sind die meisten da unter 20, und wissen es vielleicht selbst noch gar nicht.

vielen herzlichen Dank für dein Feedback. Ich bin mächtig beeindruckt von deinem Hobby! Wie kamst du zum American Football? Und inwieweit kannst du dort den Gay-Faktor bestätigen/revidieren? Das würde mich mal wirklich interessieren! Darüber hinaus finde ich es sehr schade, dass du als Kind beim Geräteturnen gemobbt bist, jedoch bist du gestärkt aus der Sache herausgekommen und hast sogar die Leichtathletik erneut für dich entdeckt – großartig!

Was denkst du, wäre es für dich machbar, SELBST die Person zu sein, die andere dazu inspiriert und motiviert, offen ihre Sexualität leben und zeigen zu können? Vielleicht kannst du an dieser Stelle das Vorbild sein, welches du dir in jungen Jahren gewünscht hättest und die jungen Mitsportlerinnen sich vielleicht aktuell wünschen!

ja genau. Ich möchte die Person sein, die damit offen und öffentlich umgeht. Weil es mir eben selbst gefehlt hatte. Ich weite das seit einem Jahr immer weiter aus. Erst war es im Freundeskreis, Familie, dann auf Social Media, auf der Arbeit und jetzt immer mehr auch im sportlichen Umfeld.

Im Football – ich vermute es liegt einfach auch an dem sehr körperbetonten Sport und allgemein dem Team-Ding – sind generell sehr viele nicht-hetero Frauen unterwegs. Es gibt teilweise Teams, in der fast nur nicht-hetero Frauen sind. Und das ist super spannend. Ich kannte das Klischee zuvor nur beim Frauen-Fußball. In meinem Team ist die Lesben-Quote (wie wir es hier immer nennen, wobei da alle nicht-hetero Frauen mit gemeint sind) im Vergleich zu anderen Teams deutlich geringer ist. Wir hatten zeitweise von 30 Mädels gerade mal 2 Geoutete.

Glaube der Gay-Faktor ist eben, dass das Klischee hier bedient werden kann. Aber ich mag eben z.B. dass hier das Team-Gefüge einfach mega ist. Und da meistens die Coaches männlich sind, muss man nicht permanent mit Streitigkeiten bzgl “Bevorzugung” rechnen (es gibt Teams, da sind Spielerinnen – oft sogar die Quarterbacks mit dem Head Coach zusammen). Vielleicht ist der Gay-Faktor auch dieses Vertrauen, das man im Team für den Sport braucht. Und nun ja, der ist eben schon sehr körperbetont, da darf man dann auch keine Angst haben die anderen Frauen irgendwo zu berühren. So ganz kann man das vermutlich gar nicht definieren. Aber, dass es in diesem Sport so viele queere Frauen gibt, spricht eigentlich für sich ?

Und ein Fun-Fact noch am Rande: Die Tackle-Footballerinnen hassen i.d.R. wenn lingerie in demselben Atemzug genannt wird. Das ist ganz schlimm, wobei wir die sportliche Leistung der Sportlerinnen hoch anrechnen. Es geht eher um diese Sexualisierung der Sache. Es gibt im Übrigen auch noch Flag-Football, welches ohne Ausrüstung ausgeführt wird und statt Tackle zieht man Flaggen. Das hat sogar bessere Chancen olympisch zu werden, als Tackle-Football.

Ich spiele seit meinem 10. Lebensjahr, also seit 2008 Fußball. Ich bin keine Spitzenspielerin, aber immer mit viel Spaß dabei. Teamsport ist einfach super, vor allem für Menschen wie mich, die manchmal etwas faul sind und sich nicht gut selbst motivieren können. Auch die vielen Mannschaftaktivitäten und die Liebe zum Bier machen Fußball zu meinem Lieblingssport. Inzwischen habe ich bei 5 verschiedenen Vereinen gespielt und war auch schon als Trainerin tätig. Ein Leben ohne Fußball kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Meine “Gay-Vorbilder” kenne ich übrigens auch vom Fußball. Durch die hab ich mich normaler gefühlt und mich nun endlich auch getraut, offen meine Liebe zu zeigen!

dann sind wir ja schon zwei! Ich habe ebenfalls mit 10/11 Jahren mit dem Fußball angefangen und bin seither darauf hängen geblieben. Man muss keine Spitzensportlerin sein, um etwas mit Leidenschaft und Freude nachzugehen. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie der Sport und die Idole, die man damit verbindet, einen so massiven Einfluss auf die eigene Entwicklung haben. Bei mir war es ähnlich, ich habe durch die ein oder andere lesbische Mitstreiterin den Bezug zur Homosexualität früh bekommen und es war für mich etwas Normales, bis es ein paar Jahre später eben auch mich persönlich tangierte. Und siehe da: 16 Jahre später und immernoch gay af ?

Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe und sportlichen Erfolg!

Ich habe mit drei Jahren begonnen Fußball zu spielen. Obwohl meine Mutter mich ursprünglich beim Mini Ballett anmelden wollte, habe ich mich damals wohl schon durchgesetzt und bis zu meinem 11. Lebensjahr zusammen mit den Jungs gespielt. Dann bin ich in eine Mädchenmannschaft gewechselt. Ich spiele jetzt seit 18 Jahren Fußball und überlege aktuell noch American Football anzufangen.

danke dir für deinen Kommentar! Seit 18 Jahren wow? Dann musst du doch ein richtiger Profi sein ?

Wie hat denn damals deine Mama reagiert, dass du statt den rosaroten Ballettschuhen die Stollenschuhe geschnürt hast? Das würde mich interessieren!

Also ich habe von einer Freundin gehört , die Lacrosse spielt ,dass beim Lacrosse die LGBT Rate auch ziemlich hoch ist. Nur so als Info ? Aber ein ziemlicher cooler Artikel ??

wow, stimmt! Von Lacross habe ich auch gehört. Ich danke dir für den Hinweis! Vielleicht sollten wir mal zum Probetraining, mir selbst ein Bild von machen… ?

Und vielen lieben Dank für dein Feedback, das motiviert natürlich!

Na dann bilde ich wohl die Ausnahme…als leidenschaftliche Turnerin und Jump Roperin ? …und in der Tat, da auch die einzige Busenfreundin weit und breit. Aber immerhin bau ich als offen als Busenfreundin lebende Trainerin hoffentlich für die ein oder andere irgenwann mal ein paar Vorurteile ab ?

Golf und Tischtennis sollen übrigens auch noch recht hohe Gayfaktoren haben^^

Aktiv mache ich nur noch Kickboxen und begleitend Fitnessstudio.

Von 4 bis 19 Jahre habe ich als Torhüterin Feldhockey gespielt. Leider musste ich das verletzungsbedingt beenden.

Ich gehe 3-4 mal wöchentlich Bouldern und Klettern. Da ist die Busenfreundinnenquote in der Halle auch sehr hoch.

Paris 2018 01

Jump for Joy: Diese Jungs von Londons schwulem Ruderclub The London Otters sind vier von 10.317 Athleten, die bei den Pariser Gay Games antreten

Nein, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war bei der Eröffnung der Gay Games am Samstagabend nicht dabei, auch wenn sich zuletzt manche Teilnehmer Hoffnungen gemacht hatten, er könne bei der Veranstaltung ein Zeichen für ein LGBTIQ*-inklusives Frankreich setzen (). Macron weilt zurzeit im Urlaubsdomizil an der französischen Südküste, wo er gestern Theresa May empfing. An seiner Stelle punktete Sportministerin Laura Flessel bei der Gay-Games-Eröffnungszeremonie im Jean-Bouin-Stadion mit den Worten: „Der Sieg ist die Gleichberechtigung. Der Sport steht im Zeichen der Inklusion. Also: Sport und Feiern!“ Am Nachmittag hatte mit dem International Rainbow Memorial Run bereits ein Gedenklauf für die Opfer der AIDS-Krise stattgefunden. 

Am Sonntagmorgen starteten dann die ersten Sportwettkämpfe. Früh um 8 Uhr begannen die Triathleten, Schwimmer und Tennisspieler, im Laufe des Tages folgen Basketball, Badminton, Beachvolleyball, Bowling, Fechten, Fußball, Hockey, Kampfsport, Rudern, Rollschuhlauf, Tanzen und Softball. Bis zum 12. August treten insgesamt 1.317 Sportler in 36 Disziplinen an. Hier kommen ein paar Highlights vom Start der Spiele.

Decided to be part of the International Rainbow Memorial Run at the Gay Games Paris, which is a celebratory tribute to all those lost or affected by AIDS and breast cancer. The event takes place at all the previous host cities, similar to a torch relay. . . . . . #paris2018 #gaygames #gayathlete #rainbows #paris #memorial #lgbt

Ein Beitrag geteilt von Carter Tunstall (@cartertunstall) am Aug 4, 2018 um 8:05 PDT

Paris 2018 Tag 1 00

Beim Rainbow Memorial Run wurde bereist am Samstagnachmittag im Gedenken an die Opfer der AIDS-Krise durch Paris gelaufen.

Gay Games Paris 2018 – day 1 ? @paris2018 . . . . . . . . #paris2018 #gaygames2018 #lgbtq

Ein Beitrag geteilt von Das Krengders () am Aug 4, 2018 um 2:40 PDT

Paris 2018 Tag 1 02

Bei der Eröffnungsfeier im Jean-Bouin-Stadion feierten auch Teams aus Deutschland mit.

Gay Games Paris 2018 Opening ceremony ! #gaygames #paris2018 #teamchina #china

Ein Beitrag geteilt von A Sam 阿森 (@asamisasam) am Aug 5, 2018 um 2:17 PDT

Paris 2018 Tag 1 03

Surfer A Sam marschierte bei der Pariser Eröffnung als Botschafter der nächsten Gay Games 2022 in Hong Kong in die Arena und postete eine Fotoshow

Australie ???️‍? #gaygames #paris #gaygames2018 #paris2018

Ein Beitrag geteilt von Sydney Australia & The World (@freddy374) am Aug 4, 2018 um 5:25 PDT

Paris 2018 Tag 1 1

Frankreichs Sportministerin Laura Flessel war früher selber Olympiasportlerin. Bei der Eröffnung der Gay Games sagte sie: „Der Sieg ist die Gleichberechtigung. Der Sport steht im Zeichen der Inklusion.“ 

#gaygames opening party . . . #gayguys #gayhusbands #husbands #gayfit #gayparty #gayhunk #gayhot #party #grandpalais

Ein Beitrag geteilt von Louie (@bostonlouie) am Aug 4, 2018 um 4:15 PDT

Paris 2018 Tag 1 06

Bei der Opening-Party im Grand Palais gab es alles, was queere Sportler zu Höchstleistungen motiviert: Bumsbeats, Konfettiregen und nackte Haut.

#gootters #yay #eight #winners #heart #stneotsregatta2018 #love #stneots #gay #london #otters #loveislove #lgbt #sport #allies #allequal #trophies #rowing #pots #rowers #lycra #row #race #squadgoals #victory #happytimes

Ein Beitrag geteilt von Les Loutres de Londres (@londonottersrc) am Aug 1, 2018 um 12:54 PDT

Gay Games in Paris Festspiele der Vielfalt

Über 12.700 Teilnehmer aus 91 Ländern werden zu den Gay Games vom 4. bis zum 12. August erwartet. Das Event möchte auf die Rechte von Schwulen und Transgendern aufmerksam machen. Hier zeigen wir Ihnen einige Teilnehmer: Der aus Hong Kong stammende Hon Sum Ray nimmt an den Fechtwettbewerben der Spiele teil. In seiner Heimat unterrichtet der 38-Jährige Mathematik.

Sein persönliches Umfeld weiß nichts von seiner Teilnahme an den Gay Games. Er habe ihnen erzählt, in Frankreich Urlaub machen zu wollen. 2022 findet die Veranstaltung dann in seiner Heimat Hong Kong statt.

Auch das Synchronschwimmen ist Teil der Gay Games. In Paris werden die Wettkämpfe im Osten der Stadt, in Montreuil, ausgetragen.

Synchronschwimmer bereiten sich auf den Wettkampf vor.

Auch Tanzwettbewerbe sind Teil der Gay Games. Dort treten Männer oder Frauen jeweils in Duos an. Neben einem Showtanz-Wettbewerb, werden auch ein argentinischer Tango, ein Formationstanz und weitere Disziplinen ausgetragen.

Die russische Tänzerin Yulia Zhdanova hat bereits Gold bei einem internationalen Latin-Tanzwettbewerb gewonnen. In Ihrer Heimat trainiert die Russin zudem mehrere homosexuelle Tanzpärchen, die an den Spielen in Paris teilnehmen. Zhdanova weiß, dass viele ihrer Trainingsteilnehmer dem persönlichen Umfeld nicht von ihrer Homosexualität erzählt haben.

Yulia Zhdanova beim Training mit einer niederländischen Tanzpartnerin.

Der Transgender Jay Mulucha spielt bei den Gay Games mit seiner Baketballmannschaft in dem Palais des Sports in Issy-les-Moulineaux. Zu seiner Familie hat er keinen Kontakt mehr. Von der Universität wurde er aufgrund seiner sexuellen Identität ausgeschlossen

In seiner Heimat ist er Direktor einer Organisation, die sich für Homosexuelle und Transsexuelle einsetzt. Zudem trainiert er ein Basketballteam.

Zhang Nan ist Teil der 69-köpfigen chinesischen Delegation bei den Gay Games. Der 21 Jahre alte Tischtennisspieler stammt aus einer traditionellen Familie, er sagt: „Auch wenn meine Freunde wissen, dass ich schwul bin – meine Familie weiß es nicht.“

In seinem Heimatland bleiben Homosexuelle im Verborgenen, sagt Zhan Nan. Oft leben sie in Scheinehen, um gesellschaftlichen Zwängen zu entsprechen.

Sonne und Sand: Die Bedingungen für die Beachvolleyballer bei den Gay Games könnten durchaus schlechter sein.

Schrille Farben dürfen beim Fest der Vielfalt, wie es auf der Website der Veranstaltung heißt, natürlich nicht fehlen.

Clare Byarugaba ist Aktivistin für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) aus Uganda. In Paris schwimmt sie um Medaillen.

Ihren eigentlichen Kampf bestreitet die 31-Jährige aber in ihrer Heimat: 2014 forderte eine lokale Zeitung sie auf dem Titelblatt dazu auf, sich zu outen. „Ich war so stolz, die ugandische Fahne bei der Eröffnungsfeier zu tragen“, sagt Clare. In ihrer Heimat fürchte sie jetzt aber noch mehr Probleme als vor den Spielen.

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Gay Games: Sport unterm Regenbogen

Am Samstag beginnt in Köln mit den Spielen für Homosexuelle die weltweit größte Veranstaltung im Breitensport. 10000 Teilnehmer gehen an den Start.

Köln. Wenn Samstagabend die VIII. Gay Games („Schwulen-Spiele“) im Kölner Rheinenergie-Stadion eröffnet werden, weht ein Hauch von Olympia durch die Stadt.

Dazu gehört der Einzug der 10000 Teilnehmer aus 70 Nationen genauso wie die Fackelläufer und der Eid, den der Olympiasieger im Kunst- und Turmspringen, Matthew Mitcham, sprechen wird. Er war einer der wenigen Sportler bei den Sommerspielen 2008 in China, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekannt haben.

„Auch wenn man sich heute in Köln vielleicht fragt, warum es mit den Gay Games eigene Spiele für homosexuelle Sportler gibt, hat diese Frage in Burkina Faso oder den Seychellen eine ganz andere Bedeutung“, sagt der Co-Präsident der Gay Games, Michael Lohaus. „Und auch hierzulande ist die Feindseligkeit gegen Homosexuelle im Sport durchaus noch vorhanden.“

Mit 300 ehrenamtlichen Helfern bereitet er die größte Breitensportveranstaltung der Welt seit sechs Jahren vor. Es ist nach Amsterdam erst das zweite Mal, dass die Spiele in Europa stattfinden. Nach Köln geholt hat sie der Sport Club Janus, der älteste und größte lesbisch-schwule Sportverein Europas.

Ihren Ursprung haben die Gay Games in San Francisco. 1980 führte Tom Waddell, ein Zehnkämpfer der Olympischen Spiele 1968, eine Gruppe von Menschen zusammen, die zeigen wollten, dass man unabhängig von der sexuellen Orientierung Sport treiben kann.

„Wir wollen Brücken zwischen Menschen bauen und selbstbewusst ein großes Sport- und Kulturfest feiern“, erklärt Lohaus.

In 35 Sportarten werden die Teilnehmer vom 1. bis zum antreten. Dabei treffen klassische Sportarten wie Ringen, Tennis, Triathlon, Wasserball oder Handball auf Disziplinen wie Bodybuilding, Tanzen, Bridge und Bowling.

„Es gibt gesetzte Sportarten und solche, bei denen der örtliche Veranstalter Akzente setzen kann“, sagt Lohaus. Das seien in Köln zum Beispiel Schach, Sportschießen und Fußball, bei dem die WM der International Gay and Lesbian Football Association ausgetragen wird.

Weltmeisterliches gebe es auch beim Schwimmen und beim Kunst- und Turmspringen. Dort startet mit dem 85-jährigen Adolf Klöver einer der ältesten Teilnehmer.

Gay Games: Sport unterm Regenbogen

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Kurztrip in die Freiheit

Die Gay Games in Köln sind für viele Sportler ein Ort der Ablenkung – bei den Olympischen Spielen der Homosexuellen können sie der Homophobie in ihren Heimatländern entfliehen und ihre Sportart ungehindert ausüben.

Tumi Mkhuma öffnet ihre Schuhe, schließt sie, öffnet sie wieder, vier, fünf Mal geht das so. Von hinten tippt ihr eine Freundin auf die Schulter. Tumi Mkhuma schreckt auf, wie aus einem Traum. Sie läuft aufs Feld und tritt mit Wucht gegen einen Ball. Später wird sie sagen, dass sie sich nur beim Fußball richtig sicher fühlt. Vor dem Tor bleibt ihr keine Zeit, um an Diskriminierung zu denken – und an den Mann, der sie vergewaltigt und fast umgebracht hat.

Zahlenspiele: Bei den Gay Games treten 10.000 Sportler aus 70 Ländern in 35 Disziplinen an.

Alle vier Jahre finden die Gay Games statt, die Olympischen Spiele der Homosexuellen. In dieser Woche sind sie erstmals in Deutschland zu Gast, in Köln. 10.000 Lesben und Schwule aus 70 Ländern treten in 35 Sportarten an. Die meisten von ihnen bekennen sich in ihrer Heimat zu ihrer Sexualität. Doch einige Teilnehmer würden schon mit Händchenhalten ihr Leben riskieren, sie stammen aus Afghanistan, Sri Lanka oder aus Südafrika, wie Tumi Mkhuma und ihre 15 Mitspielerinnen aus dem lesbischen Fußballteam Chosen Few. Tumi Mkhuma, 23, stammt aus Katlehong, einem Township in Johannesburg. Schon mit elf, zwölf Jahren hat sie akzeptiert, dass sie auf Mädchen steht, geheim halten konnte sie es nicht.

Share All sharing options for: A look back at LGBTQ Sports history: The Gay Games

After placing sixth in the decathlon at the 1968 Mexico City Summer Olympics, gay athlete Dr. Tom Waddell injured his knee during a high jump event at a 1972 Hawaii track meet and moved to San Francisco.

There, he set up his medical practice in the Castro District and joined a gay bowling league which gave him the idea to set up a gay version of the Olympics as a way to raise LGBTQ visibility and combat negative stereotypes.

As a closeted young person growing up in Paterson, N.J. and attending Springfield College in Mass., Waddell said he played football, did gymnastics and ran track to “prove” his masculinity and avoid bullying. But by 1976, he decided he was “interested in presenting a new image” of what it was to be gay in America. So in 1976, Waddell and the man he considered his husband, architect Charles Deaton, came out in People magazine.

Six years later, Waddell created the “Gay Olympics” to both empower and welcome gay and lesbian athletes of all skill levels, and to host educational and art exhibitions.

But just before the first “Gay Olympics” were to take place in San Francisco in 1982, the U.S. Olympic Committee sued him to have the word “Olympics” removed from the event, worried that the gay association would hurt the Olympic brand. The case went all the way to the Supreme Court, and on June 25, 1987, the justices decided against Waddell, 7-to-2.

By a slimmer margin of 5-to-4, the justices also decided it was not discriminatory to bar gays from using the term “Olympics,” even though police departments and the Special Olympics organization are permitted to do so.

So Waddell renamed the event the “Gay Games” and it has remained ever since.

Waddell, who specialized in infectious diseases, was chief physician at San Francisco’s central emergency facility until giving up the post when he was diagnosed with an HIV-related illness in June of 1986. His health deteriorated during the long legal battle, and just two weeks after the Supreme Court’s ruling, he died at the age of 49. Waddell was survived by his daughter Jessica and his wife, lesbian athlete Sara Lewinstein, who he married to protect their parental rights.

In November 2014, the City of San Francisco renamed one of its streets for Waddell. The city’s Department of Health named the Tom Waddell Urban Health Clinic. The Federation of Gay Games’ highest honor is called the “Tom Waddell Award.”

The quadrennial international LGBTQ sporting event that Waddell launched continues to this day. While the original Gay Games only had 17 sports, it has since blossomed to over 30 with host cities in Canada, the U.S. and Europe. The 2022 Gay Games will take place in Hong Kong, the first ever Gay Games to take place in Asia. Organizers hope to change regional attitudes towards LGBTQ people.

But now, a year and three months later, Hong Kong is embroiled in ongoing protests against a bill that would allow Hong Kong police to detain and extradite citizens to China under demand by Chinese authorities.

Platz 9: Roller Hockey

Hockey. Auf. Rollen. Diese Damen hier unten zeigen uns, wie sexy – und gay – dieser Sport sein kann. Und natürlich gibt es drüben im Land der unendlichen Möglichkeiten auch ganze Vereine samt Meisterschaften zu dieser Sportart.

Platz 5: Handball

Handball ist dasselbe wie Fußball, nur eben mit den Händen. Oder? Jedenfalls finden wir, dass es bei dieser Sportart ebenfalls sehr tough zugeht und bei vielen der Sportlerinnen unser Gay-Radar Alarm schlägt. Wir sind uns also sicher: Hier können die Mädels mit den Händen nicht nur präzise werfen!

Platz 3: American Football

Testosteron-Überschuss, lautes Gebrüll und viele gebrochene Knochen: Lange Zeit galt American Football als DER Sport für Männer, während für die Frauen der Fußball vorgesehen war. Da liegt es doch quasi auf der Hand, dass auch ein wenig Gayness in der Luft liegt, wenn Frauen diesen brutalen Sport betreiben, oder?!

Platz 1: Fußball/Soccer

Schocker! Das runde Leder auf dem Rasen ist und bleibt die Nummer 1 für Busenfreundinnen. Ganz vorne mit dabei ist die amerikanische Nationalmannschaft, die Figuren und Vorbilder der LGBTQ+ Community wie Megan Rapinoe, Kelly O’Heira, das Traum-Ehepaar Ashlyn Harris und Ali Krieger und viele, viele mehr hervorgebracht hat. Aber auch im deutschsprachigen Raum treten immer mehr Damen der Fußball-Nationalmannschaft mit ihrer Sexualität und ihren Partnerinnen an die Öffentlichkeit, um ein Zeichen zu setzen. Wir freuen uns daher, dem Klischee-Sport die Gay-Krone aufsetzen zu dürfen.

Welche Sportarten übt ihr aus? Gibt es einen Sport, der eurer Meinung nach ebenfalls einen hohen Gay-Faktor hat und in dieser Liste fehlt? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Guido Westerwelle : Er wird Schirmherr der Schwulen-Olympiade

FDP-Chef Guido Westerwelle wird Schirmherr der internationalen Schwulen-Olympiade in Köln. Die „Gay Games Cologne“ finden im Juli statt.

Nach dem Todesdrama bei der Loveparade in Duisburg stellt sich die Frage: Ist die Sicherheit hier gewährleistet? „Wir werden jetzt natürlich unsere Sicherheitskonzepte noch einmal sehr kritisch prüfen“, so Michael Lohaus, Co-Präsident der Gay Games. Schon vor Jahren habe die Organisation zusammen mit Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten begonnen. Lohaus: „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung können Sie nicht allein planen.“ Eine Arbeitsgruppe des Sportamts hat mit verschiedenen Experten Gefahren durchgespielt und Reaktionsszenarien entwickelt.

Über 10 000 Sportler gehen in 35 Sportarten an den Start – darunter nicht nur olympische Disziplinen. Unter dem Motto „Be part of it!“ kann jeder mitmachen, Qualifikationskriterien gibt es nicht. Die VIII. Gay Games Cologne finden an 19 Sportstätten und Veranstaltungsorten statt.

Sport, Kultur und eine Menschenrechtskonferenz

Die achttägige internationale Veranstaltung zählt zu den größten Breitensport Events weltweit und findet alle vier Jahre statt. Zu den Wettbewerben sollen dem Münchener Organisationsteam zufolge Sportarten wie Fußball und Schwimmen, aber auch Cheerleading, Schach und E-Sport zählen.

Doch nicht nur sportliche Wettstreite, sondern auch ein buntes Kulturprogramm und eine Human-Rights-Konferenz sind geplant. Auf ihrer Facebook Seite schreiben die Münchener Organisator*innen: „Egal ob lesbisch, schwul, bi, trans, inter oder straight: Zusammen bringen wir geballte LGBTIQ* Power auf, um 2026 ein gigantisches Sport- und Kulturspektakel zu inszenieren.“

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In einer Sportwelt, in der zweigeschlechtliche Rollenbilder und Leistungsdruck immer noch dominieren, erscheinen genau solche Veranstaltungen umso wichtiger. Sie schaffen zum einen Sichtbarkeit und Akzeptanz für queere Menschen und zum anderen bieten sie die Möglichkeit, sich fernab von heteronormativen Wertevorstellungen gemeinsam sportlich zu betätigen und zu messen.

So betont auch die Trägerorganisation, dass zu den „wichtigen Grundsätzen“ Teilnahme, Inklusion und das „Über-sich-selbst-Hinauswachsen“ aller Beteiligten zählen. Das schlägt sich in den Teilnahmebedingungen nieder: Teamaufteilung in Männer und Frauen? Soll möglichst vermieden werden.

Damit unterscheiden sich die Gay Games essentiell von internationalen Wettkämpfen wie den Olympischen Spielen. Dort werden Athlet*innen wie Caster Semenya aufgrund ebenjener zweigeschlechtlicher Einteilung dazu gezwungen, ihren Testosteronspiegel künstlich durch Medikamente zu senken – ohne, dass die gesundheitlichen Folgen klar sind.

Nun bleibt zu hoffen, dass München im November, wenn der Austragungsort bekannt gegeben werden soll, zur Siegerstadt gekürt wird. Denn auch hierzulande erfahren queere Menschen häufig Diskriminierung im Sport oder werden systematisch ausgeschlossen. Die deutsche Sportwelt hätte genau so eine Veranstaltung dringend nötig.

Händchenhalten als Lebensrisiko

Die Geschichte des homosexuellen Sports ist auch eine Geschichte von Isolation und Entmündigung. Der amerikanische Zehnkämpfer Tom Waddell rief die Gay Games 1982 in San Francisco ins Leben. Ursprünglich hatten sie Gay Olympics heißen sollen, doch das Olympische Komitee der USA ließ die Nutzung des Namens verbieten. Langsam wuchsen die Gay Games zu einem Fanal für Menschenrechte. Jeder ist willkommen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, Gesundheitszustand, Talent und vor allem: Sexualität.

Was das bedeutet, kann man an der Körpersprache von Tumi Mkhuma erkennen. Am Spielfeldrand simuliert sie Bewegungen ihrer Mitspielerinnen auf dem Feld, als wolle sie beim Dribbling helfen. „Ohne sie hätte ich mich vielleicht umgebracht“, sagt sie. 15 Monate sind vergangen, seit sie von einem Mann bewusstlos geschlagen und vergewaltigt wurde. Viele Südafrikaner glauben an „corrective rapes“, an korrigierende Vergewaltigungen. Gewalt, die Lesben davon „heilen“ soll, lesbisch zu sein. Köln ist für Tumi Mkhuma ein Kurztrip in die Freiheit. Schießen ihre Freundinnen ein Tor, stürmen alle aufeinander zu, singen und lassen synchron ihre Hüften kreisen.